Meinung Deutsches Handball-Team ist gegen Dänemark klarer Außenseiter

Bundestrainer Alfred Gislason jubelt.
Bundestrainer Alfred Gislason jubelt.

Die deutschen Handballer haben im Spiel gegen Titelverteidiger Dänemark nichts zu verlieren. Sie können von der Partie profitieren.

Timo Kastening, Rechtsaußen der deutschen Nationalmannschaft, schätzt die Ausgangslage vor dem Spiel gegen Dänemark, das Ausnahmeteam, so ein: Wenn Deutschland zehnmal gegen Dänemark spielt, dann verliert Deutschland achtmal.

Heißt: Der Außenseiter braucht einen ganz besonders guten Tag, um dem Favoriten ein Bein zu stellen. Bei der Heim-EM vor einem Jahr hielt die deutsche Mannschaft zumindest eine Halbzeit gut mit. Aber die Dänen haben weiter zugelegt, sie berauschen sich an ihren eigenen Leistungen, und sie werden getrieben von 15.000 glücklichen Fans.

Noch fehlt der Rhythmus

Die deutsche Mannschaft ist noch nicht richtig im Rhythmus. Sie kam in den Vorrundenspielen viel zu spät in Tritt. Das kann sich gegen die Schwergewichte rächen. Ohne die beiden famosen Torhüter Andreas Wolff und David Späth hätte bereits Unheil gedroht. Positiv: Das Team behält die Nerven, lässt sich nicht unterkriegen und kann auf der Zielgeraden einen Gang hochschalten. Aber es muss sich freimachen von dem glorreichen Sommer 2024 in Lille und Paris bei den Olympischen Spielen. Das ist vorbei. Die Mannschaft darf sich keinen Druck machen.

Das Viertelfinale ist auf jeden Fall drin, selbst bei einer Niederlage am Dienstag gegen Dänemark. Italien und Tunesien sind zwei Mannschaften, die keine Hürde darstellen werden.

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