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Derby FCK - SVW: Nur die Bahn macht Probleme
Im Vorfeld des brisanten Fußball-Südwestderbys zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und dem SV Waldhof Mannheim gab es große Bedenken bei der Polizei, ob Ausschreitungen der verfeindeten Fanlager würden verhindert werden können. Letztlich blieb es ruhig, Probleme machte eigentlich nur die Deutsche Bahn.
9.54 Uhr: Als der erste von zwei Sonderzügen vom Mannheimer Hauptbahnhof aus in Richtung Kaiserslautern starten sollte, erfolgte eine Durchsage, dass sich die Abfahrt verzögern und außerdem nur ein kurzer Zug zur Verfügung stehen würde. 10.45 Uhr: Als sich der zweite Zug mit reichlich Verspätung auf den Weg machte, standen immer noch hunderte Waldhof-Fans am Bahnsteig, weil die Kapazität nicht ausreichte. Sie mussten auf einen regionalen Regionalexpress ausweichen, der letztlich ohne geplanten Zwischenhalt in Neustadt direkt nach Kaiserslautern fuhr, um ein Aufeinandertreffen mit FCK-Fans zu verhindern. 11.55 Uhr: Die strikte Fantrennung der Polizeikräfte am Hauptbahnhof in Kaiserslautern funktioniert gut. Probleme machen nur die verzögert einfahrenden Züge aus Mannheim, die den geplanten Zeitablauf sprengen. 12.20 Uhr: Die Waldhof-Anhänger werden in Richtung des Stadions geleitet, weitgehend ohne Zwischenfälle. Ungeduldig sind eher die Fans aus Kaiserslautern, die vor einer Bahnunterführung warten müssen, bis die Mannheimer am Stadion sind. 12.55 Uhr: Kurz vor Spielbeginn stehen noch viele Fans, vor allem die aus Mannheim, vor dem Stadion, weil sich der zeitliche Rückstand durch die Verspätungen bei der Bahn nicht mehr aufholen lassen. 13.02 Uhr: Beim Einmarsch der Mannschaften ins Fritz-Walter-Stadion qualmt es mächtig auf der Westtribüne, insgesamt ist die Atmosphäre aber elektrisierend, die Lauterer beeindrucken mit einer Choreo. 13.04 Uhr: Jetzt qualmt es auch im Mannheimer Block, der Anpfiff der Partie verzögert sich deshalb weiter. 14.58 Uhr: Die Partie ist beendet, beide Fanlager feiern ihre Mannschaft nach einem leistungsgerechten Unentschieden. 15.27 Uhr: FCK-Coach Sascha Hildmann lobt die Atmosphäre: „Ich hatte einige Male Gänsehaut. Hoffentlich bleibt auch nach dem Spiel alles friedlich.“ 15.50 Uhr: Der Abmarsch der Mannheimer Anhänger in Richtung Parkplätze und Hauptbahnhof verläuft planmäßig. Es gibt keine Zusammenstöße der rivalisierenden Fangruppen, das Konzept der Polizei, mit viel Präsenz Auseinandersetzungen zu verhindern, geht auf. 16.27 Uhr: Die Abfahrt der Züge verspätet sich erneut, die Organisation klappt nicht. Es dauert sehr lange, bis die letzten Waldhof-Anhänger den Rückweg in Richtung Mannheim fortsetzen können. Aber sie reisen mit einem Punkt im Gepäck. 17:56 Uhr: Einer der Sonderzüge bleibt mit einem Defekt auf der Rheinbrücke von Ludwigshafen nach Mannheim stehen. Nach mehr als 20 Minuten Wartezeit werden Türen geöffnet und Personen laufen über die Gleise in Richtung Mannheimer Hauptbahnhof.
