Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Der nächste Tiefschlag für die Löwen

Wieder nichts: Die Löwen nach der Partie.
Wieder nichts: Die Löwen nach der Partie.

Es reicht im Moment einfach nicht. Die Rhein-Neckar Löwen haben trotz einer Steigerung in der zweiten Halbzeit die Bundesliga-Partie am Sonntag beim TVB Stuttgart gestern 30:35 (12:15) verloren.

Nach dem Aus in der European League am Dienstag durch die 28:33-Niederlage bei Benfica Lissabon ist das der nächste Tiefschlag. Der Start ist misslungen, mit 4:6 Punkten liegen die Löwen nur auf Platz elf.

Nach einer schwachen ersten Halbzeit steigerten sich die Löwen nach der Pause und waren zeitweise dran, das Spiel zu drehen. Aus einem 16:20-Rückstand in der 40. Minute machte das Team binnen acht Minuten ein 24:24. Lukas Nilsson im linken Rückraum zeigte eine starke Leistung.

Stuttgart behält die Nerven

Aber die Stuttgarter behielten die Nerven, sie setzten sich wieder ab. Juri Knorr verschoss in der 55. Minute überhastet, obwohl in der Auszeit ein anderer Spielzug besprochen wurde. Uwe Gensheimer, angeschlagen und trotzdem auffälligster Feldspieler, verzog von links außen. Das Unheil nahm seinen Lauf, rasch waren die Gastgeber wieder enteilt. „Am Anfang waren wir nicht aggressiv genug, hintenraus hatten wir wieder zu viele Fehlwürfe, um hier zu gewinnen“, meinte der Kapitän. Die Abwehr kassierte erneut weit über 30 Tore. Da hapert’s! „Einige Tore fallen ja auch, weil wir Ballverluste im Angriff haben. In der Mitte waren wir zu löchrig“, meinte Gensheimer.

Die ersatzgeschwächten Stuttgarter boten im rechten Rückraum zunächst Patrick Zieker auf. Patrick Zieker? Genau, der Linksaußen musste andernorts aushelfen, weil beim TVB die Linkshänder Viggo Kristjansson und Jerome Müller sowie Max Häfner und Fynn Nicolaus ausfielen. Bis zu dieser Partie waren die Schwaben noch ohne Punkt. Sie lebten gestern von ihren Rückraumspielern Adam Lönn und Dominik Weiß. Lönn erzielte acht Tore, Routinier Weiß kam auf sieben Treffer. Weiß trumpfte auf, traf auf allen Lagen. „Es fühlt sich gut an, viel hatten wir ja noch nicht zu feiern in dieser Saison“, sagte der 32-Jährige. Roi Sanchez holte seinen ersten Sieg als Trainer des TVB. „Wir trainieren gut, wir wussten irgendwann, dass es kommt“, sagte der Spanier.

Am Dienstag im Pokal

Für die Löwen geht’s anspruchsvoll weiter: Am Dienstag (19 Uhr) spielt das Team in der zweiten Runde des DHB-Pokals beim Ligarivalen DHfK Leipzig.

So spielen sie

TVB Stuttgart: Thulin, Prost - Zieker (4/4), Hanusz (5), Lönn (8) - Pfattheicher, Schulze (3) - Peshevski (3) - Röthlisberger, Weiß (7), Augustinussen (3), Runarsson (2), Meschke

Rhein-Neckar Löwen: Palicka, Späth - Lagergren (2), Schmid (2/2), Nilsson (5) - Helander (1), Diocou - Horzen (4) - Abutovic, Gislason, Kohlbacher (4), Groetzki, Ahouansou, Knorr (1), Gensheimer (11/6), Kirkelökke

Spielfilm: 5:3 (9.), 7:5 (15.), 9:6 (18.), 10:8 (22.), 13:10 (27.), 15:12 Halbzeit), 18:14 (34.), 20:16 (40.), 21:18 (43.), 23:19 (45.), 24:24 (48.), 28:27 (52.), 33:28 (58.) - Siebenmeter: 4/4 - 10/8 - Zeitstrafen: 4/4 - Beste Spieler: Weiß, Lönn, Thulin - Palicka, Gensheimer - Zuschauer: 4535 - Schiedsrichter: Koppl/Regner (Düsseldorf/Nieder-Olm).

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