Handball
David Späth glänzt zwischen den Pfosten
„Wir müssen unsere verdammten freien Bälle reinmachen“, schimpfte Essens Trainer Jamal Naji in seiner Auszeit. Nach einer halbwegs ausgeglichenen ersten Spielhälfte hatten die Löwen den deutlich besseren Start erwischt, zogen nach dem Seitenwechsel durch Patrick Groetzki auf 21:14 fast schon vorentscheidend davon. Es war zwar bereits der achte Treffer durch den Rechtsaußen der Löwen, aber der spielentscheidende Mann stand zwischen den Pfosten. Auf 19 Paraden und damit 45 Prozent gehaltene Bälle brachte es der 19-jährige David Späth, der praktisch allen Angreifern den Zahn gezogen hatte.
Frühe Auszeiten für Schmid und Gensheimer
Und das auch schon im ersten Durchgang, in dem sich die Gäste noch deutlich schwerer taten. Vor allem die eigenen Unkonzentriertheiten sorgten dafür, dass die Gastgeber sich nach einem 5:8-Rückstand (16.) wieder zurück ins Spiel kämpfen konnten. Die Löwen gönnten Andy Schmid und Uwe Gensheimer schon früh Auszeiten, und der zweite Anzug zwickte und klemmte wie schon so oft in dieser Saison. „David rettet uns laufend den Arsch“, schimpfte Löwen-Dompteur Klaus Gärtner in seiner Auszeit (22.), hatte seine Mannschaft dabei aber offensichtlich richtig eingenordet. Mit einem Zwischenspurt vor der Pause erspielten sich die Gäste wieder eine halbwegs beruhigende Führung und mit einem Konzentrierten Auftritt direkt nach dem Seitenwechsel steuerten die Löwen einem sicheren Auswärtssieg entgegen, in dem Gärtner allen Spielern Einsatzzeit geben konnte.
So spielten sie
TuSEM Essen: Diedrich, Bliss – Firnhaber (2), Müller (6), Szczesny – Ignatow (1), Beyer (1/1) – Zechel (2) – Durmaz, Becher, Seidel (2), Morante Maldonado (3), Klingler (4/1), Kluth, Ingenpass (2)
Rhein-Neckar Löwen: Späth, Palicka (nicht eingesetzt) – Kirkelokke (4), Schmid, Nilsson – Groetzki (10), Gensheimer (1/1) - Kohlbacher (6) – Veigel, Lagarde (1), Patrail, Tollbring (6/1), Ahousanou (4), Abutovic, Gislason
Spielfilm: 3:3 (6.), 4:7 (11.), 8:8 (19.), 8:11 (25.), 12:15 (Hz.), 14:21 (38.), 18:26 (47.), 23:33 Ende - Zeitstrafen: 4/6 – rote Karte Gislason (58. Dritte Zeitstrafe) - Siebenmeter: 4/2 - 3/2 - Beste Spieler: Diedrich, Müller – Späth, Groetzki - Zuschauer: 832 - Schiedsrichter: Hannes/Hannes (Aachen/Frankfurt).