Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Corona-Fälle in Lemgo: Eulen Ludwigshafen können noch nicht nach Hannover reisen

Am Sonntag spielte der TBV Lemgo-Lippe in Ludwigshafen: Hier überwindet Hendrik Wagner die Lemgoer Abwehr.
Am Sonntag spielte der TBV Lemgo-Lippe in Ludwigshafen: Hier überwindet Hendrik Wagner die Lemgoer Abwehr.

Es war eine Nachricht, die einiges bei den Eulen Ludwigshafen durcheinander wirbelte: Beim Handball-Bundesligisten TBV Lemgo-Lippe sind mehrere Corona-Fälle aufgetreten. Am Sonntag noch hatten die Ostwestfalen in Ludwigshafen gespielt. Die Eulen konnten am Mittwoch nicht wie geplant nach Hannover reisen, wo am Donnerstag (19 Uhr) eigentlich das Gastspiel beim TSV Hannover-Burgdorf ansteht. Ob die Partie stattfinden kann, ist fraglich.

Der Plan sah folgendermaßen aus: Training am Mittwochvormittag in der Heimat, dann Busreise nach Hannover. Doch daraus wurde nichts. Am Mittwoch teilte der TBV Lemgo-Lippe mit, dass mehrere Corona-Fälle aufgetreten sind. Die Ostwestfalen spielten am Sonntag in der Friedrich-Ebert-Halle, gewannen gegen die Eulen 25:24. Wie Eulen-Geschäftsführerin Lisa Heßler am Mittwochabend mitteilte, sollen sich Spieler, Trainer und Betreuer am Donnerstagmorgen nochmals PCR-Tests unterziehen und dann die Busreise nach Hannover antreten – die Ergebnisse werde man dann erst auf der Fahrt erhalten. „Im schlimmsten Fall müssen wir dann wieder umdrehen“, sagte Heßler.

Bislang alle Tests bei den Eulen negativ

Bereits am Dienstag hatten die Eulen von der Situation in Lemgo erfahren, wo zunächst am Montag ein Spieler positiv getestet wurde, bei Nachtests gab es dann weitere Fälle. Die Eulen hatten am Dienstag PCR-Tests durchgeführt – alle waren sie negativ. Am Mittwoch waren dann alle Schnelltests negativ. Mit Blick auf die Inkubationszeit sei nun am Donnerstag noch ein weiterer PCR-Test nötig. „Wir sind froh, dass wir mit dem Klinikum und dem Gesundheitsamt hier sehr kompetente Ansprechpartner haben“, zeigte sich Heßler dankbar.

Lob für Carlos Ortega

Sollte das Spiel stattfinden können, treffen die Ludwigshafener in der ZAG-Arena auf eine Mannschaft, die zuletzt fünf Niederlagen am Stück kassiert hat und mit 18:26 Punkten den 14. Platz belegt. Die Eulen sind mit 9:33 Zählern Vorletzter. Eulen-Trainer Ben Matschke will sich von den jüngsten Ergebnissen der Hannoveraner aber nicht täuschen lassen. „Das ist eine wahnsinnig gut gecoachte Mannschaft“, sagt er. Es ist ein Lob für TSV-Trainer Carlos Ortega.

Im Hinspiel gelang den Eulen in der Friedrich-Ebert-Halle gegen den TSV Hannover-Burgdorf der erste Heim-Punkt der Saison. Hendrik Wagner traf zwei Sekunden vor Schluss zum 27:27. Vier Minuten vor Ende hatten die Gäste noch 26:23 geführt. „Damals waren bei Hannover viele verletzt, jetzt sind alle fit. Sie spielen sehr variabel. Das wird eine große Herausforderung für uns“, betont Matschke.

Mappes fehlt den Eulen

In Hannover werden die Ludwigshafener erneut ohne den an der Schulter verletzten Spielmacher Dominik Mappes antreten müssen. Ansonsten sind alle mit dabei.

Die beiden kommenden Partien des TBV Lemgo-Lippe am 28. März gegen Frisch Auf Göppingen sowie am 1. April bei Tusem Essen sind abgesagt worden.

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