Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Bei den Eulen Ludwigshafen liegen plötzlich die Nerven blank

Die Begegnung in Ferndorf lässt Trainer Johannes Wohlrab (hier ein Archivbild) ziemlich verärgert zurück.
Die Begegnung in Ferndorf lässt Trainer Johannes Wohlrab (hier ein Archivbild) ziemlich verärgert zurück.

Die Mannschaft der Eulen Ludwigshafen hätte das Auswärtsspiel beim Aufsteiger TuS Ferndorf am Sonntagabend niemals verlieren dürfen.

Knapp 40 Minuten lang bestimmten die Ludwigshafener die Partie. Am Ende lagen die Nerven blank und die Wohlrab-Sieben ging mit gesenkten Köpfen nach einer bitteren 23:27 (14:12) Pleite vom Parkett. Möglicherweise haben die Turbulenzen hinter den Kulissen in den vergangenen Tagen doch ihre Spuren auf dem Parkett hinterlassen.

Es dauerte sieben Minuten, bis die Eulen durch Rückraumspieler Sebastian Trost erstmals trafen (1:2). Dann waren die Ludwigshafener aber hellwach und übernahmen mit vier Toren in Folge das Kommando vor 1300 Zuschauern in der Sporthalle Stählerwiese. Mittelmann Marc-Robin Eisel überwand Torwart Can Adamir nach feiner Einzelaktion zum 5:2.

Sichere Führung zur Halbzeit

Durch das verletzungsbedingte Fehlen von Torjäger Mex Raguse verteilten sich die Treffer auf neun verschiedene Torschützen in der ersten Halbzeit. Das Kollektiv im Angriff funktionierte. Und die Abwehr vor Torwart Ziga Urbic stand im ersten Abschnitt sicher gegen die Mannschaft des früheren Eulen-Trainers Ceven Klatt.

Nach der Pause ging es erst einmal konzentriert weiter. Durch das 18:14 (35.) durch Sadok Ben Rhomdane lagen die Gäste klar mit vier Toren in Führung. Ferndorf meldete sich kämpferisch mit vier Toren in Folge zurück und ging durch den ehemaligen Ludwigshafener Daniel Hideg mit 20:19 (46.) wieder in Führung.

Teufelskerl Wilde im Tor

Selbstbewusst riss Ferndorf die Partie von Minute zu Minute mehr an sich. Bei den Eulen lagen die Nerven auf einmal blank. Viele technische Fehler und mehrere vergebene Hochkaräter (Trost, Haider, Falk) ließen die Partie kippen. Nur noch vier Tore erzielte die Wohlrab-Sieben in den letzten 20 Minuten. Seine Angreifer scheiterten immer wieder am alles überragenden Torwart Jonas Wilder (47 Prozent Quote). Julius Fanger sorgte mit dem 25:22 drei Minuten vor Schluss für die endgültige Entscheidung.

Entsprechend groß war der Frust im Lager der Eulen. „Ferndorf hat mit seinem cleveren Angriffsspiel uns den Schneid abgekauft. Wir machen zu viele technische Fehler und Torwart Wilde hat am Ende so gut wie alle Bälle gehalten“, sagte Freddy Stüber. Auch Rechtsaußen Alex Falk war bitter enttäuscht über die unnötige Niederlage: „Wir kommen sehr gut aus der Halbzeit heraus und geben das Spiel leichtfertig aus der Hand. Das darf nicht passieren.“

Auch Trainer Wohlrab war bedient: „Das ist eine bittere Niederlage. Wir sind gut ins Spiel gekommen, machen aber in der zweiten Halbzeit zu viele technische Fehler. Und: Unser Problem war Jonas Wilde im Tor. Wir müssen einfach konsequenter unsere Chancen nutzen, denn so kann man kein Spiel gewinnen. “

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