Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Aufholjagd der Eulen Ludwigshafen bleibt aus

Machte ein starkes Spiel: Linksaußen Tim Schaller.
Machte ein starkes Spiel: Linksaußen Tim Schaller.

Die Eulen Ludwigshafen haben am Freitagabend den dritten Sieg in Folge verpasst: Gegen TuSEM Essen gab es eine 32:37 (15:15)-Niederlage. Eine Enttäuschung!

28 Minuten und 42 Sekunden. So lange dauerte es, bis die Eulen sich die erste Führung erspielten. 15:14 hieß es da, Theo Straub war der Torschütze. Es war ein sehr anstrengender Weg. Und es war ein kurzes Vergnügen.

Über den Kampf ins Spiel finden, diese alte, griffige Formel traf genau auf die Eulen zu. Spielerisch lief nicht viel zusammen. Trainer Johannes Wohlrab nahm in der 18. Minute die erste Auszeit, um seine Akteure neu einzustellen. Bis dahin gelang einiges nicht. Immer wieder war die Essener Abwehr in der Lage, die Angriffsbemühungen der Gastgeber zu bremsen. Wie wichtig, dass Torhüter Ziga Urbic zunächst erneut einen guten Abend erwischte. Der Keeper hielt seine Mannschaft im Spiel, 2:5 und 3:6 lag sie anfangs hinten. Einzelaktionen mussten herhalten, wie beim 14:14 durch Jannek Klein, der Halbrechte tankte sich durch. Aber anstatt die 15:14-Führung in aller Ruhe noch vor der Pause auszubauen, verloren die unkonzentrierten Eulen den Ball, Essen kam durch Rechtsaußen Felix Klingler zum Ausgleich. Und dieser war auch durchaus verdient.

Debüt für Loris Piccoli

Der Kader der Eulen wurde bewusst noch einmal dezimiert. Kreisläufer Kasper Manfeldt Hansen und der Halblinke Mihailo Ilic waren für das HLZ Friesenheim-Hochdorf abgestellt. Die Mannschaft bestritt zur gleichen Zeit im Drittliga-Tabellenkeller die Partie gegen TuS Kl-Dansenberg. Dafür rückte der A-Jugendliche Loris Piccoli nach. In der zweiten Halbzeit feierte er seine Zweitliga-Premiere. Finn Leun und Marc-Robin Eisel waren noch nicht einsatzbereit.

Mex Raguse konnte krankheitsbedingt während der Woche nicht das komplette Trainingspensum mitmachen. Er fand schwer ins Spiel. In der 32. Minute erzielte er sein erstes Tor. Kurz darauf hatte auch Kreisläufer Maximilian Haider seine erste richtig gute Aktion. Das Geburtstagskind, Haider wurde 28 Jahre alt, war nur regelwidrig zu stoppen. Tim Schaller, der Mann ohne Nerven, verwandelte den Siebenmeter. Der Linksaußen blieb sieben Mal bei Strafwürfen erfolgreich. Und auch von seiner Position am Flügel traf er.

Die Gala der Vorwoche ist weit weg

Schaller erzielte das 23:22. Aber dann! Es war kein schönes Handball-Spiel. An die Gala in der Vorwoche beim ASV Hamm-Westfalen, dort holten die Eulen einen 38:35-Sieg nach einer furiosen ersten Halbzeit, konnten sie nicht anknüpfen. Die Eulen mussten Essen davon ziehen lassen. 26:29! Die Aufholjagd kam nicht. Die Gäste fanden immer wieder Lücken in der sehr löchrigen Defensive.

Prima angenommen wurde das bereits sechste Ein-Euro-Spiel der Eulen, das dank tatkräftiger mithilfe von Sponsoren machbar war. 2113 Zuschauer waren in der Friedrich-Ebert-Halle. Die meisten Gäste kamen tatsächlich in rotem Outfit.

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