Eishockey
Adler Mannheim mit Endspiel um direkte Play-off-Qualifikation
Trainer Dallas Eakins hatte einmal mehr seinen eigenen Blick auf das Spiel der Adler Mannheim: „Mir hat unsere Leistung am Sonntag besser gefallen.“ Da hatte seine Mannschaft allerdings noch mit 1:3 gegen Ingolstadt verloren. „Heute hatten wir ein bisschen mehr Glück im Abschluss“, kommentierte er den 6:2 (1:0, 3:1, 2:1)-Erfolg bei erschreckend schwachen Augsburger Panther. Und trotzdem war es ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, denn bei den bisherigen drei Aufeinandertreffen hatten sich die Mannheimer auch mit dem Schlusslicht extrem schwer getan.
Verteidiger Keaton Thompson (5.), der zurück in die Aufstellung gerückt war, eröffnete für die Adler mit seinem ersten Saisontreffer den Torreigen und freute sich im Anschluss: „Ich hoffe, ich kann in Zukunft ein bisschen mehr Offensive kreieren.“ Kernaufgabe bleibe jedoch die Verteidigung und da waren die Adler erneut nicht immer sattelfest, auch wenn Thompson speziell seine Vorderleute lobte: „Die Angreifer haben es uns leicht gemacht und gut nach hinten mitgearbeitet.“
Sechs Tore – sechs Torschützen
Im zweiten Durchgang legten Daniel Fischbuch (22.) und David Wolf (29.) nach. Nach dem Anschlusstreffer der Gastgeber durch Niklas Anderson (35.) in Überzahl nutzte Markus Hännikäinen in der Schlussminute des zweiten Drittels einen Aussetzer von Augsburgs Torhüter Markus Keller zum 4:1, konnte sich danach ein breites Grinsen ob der hilflosen Augsburger Verteidigung nicht verkneifen. Da hatten auch die Panther-Anhänger unter den 6.179 Zuschauern längst die Anfeuerungen eingestellt, waren nur noch die Adlerfans zu hören. Diese Unterstützung in fremder Halle wiederum freute Eakins immens.
Die Adler selbst fuhren in einem soliden Spiel einem verdienten Auswärtssieg entgegen. Matthias Plachta beantwortete den Treffer zum 2:4 (Otso Rantakari, 47.) fast postwendend mit dem 5:2 und Tyler Gaudet stellte nach toller Kombination (54.) den Endstand her. „Wir hatten sechs verschiedene Torschützen. Das ist gut für das Team“, sagte Trainer Eakins. Und dann ging der Blick auch schon auf das Landesduell gegen die Schwenninger Wild Wings am Freitag, 19.30 Uhr. „Das wird ein großes Spiel. Die Fanlager beider Mannschaften machen gut Stimmung“, sagte Plachta. Zumal es im direkten Duell um Platz sechs geht – also um das direkte Ticket für die Play-offs.