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Bayern Königstransfer: Leroy Sané.
Bayern Königstransfer: Leroy Sané.

Bayern München demütigte Schalke mit 8:0. Die Liga darf schon mal in Ehrfurcht erstarren.

Na, das kann ja heiter werden in dieser besonderen Saison. Mit einem erbarmungslosen 8:0 fegte Triple-Sieger Bayern den FC Schalke am Freitagabend aus der Allianz-Arena. Mal wieder: Machtdemonstration. Demontage. Weltklasse. Überragend. Erneut braucht man, um den Auftritt des Flick-Teams zu beschreiben, sämtliche Superlative und Kraftausdrücke. Und obwohl die Mannschaft gerade mal seit ein paar Tagen zusammen mit dem Ball übt (im Gegensatz zu allen anderen Bundesligisten), präsentierten sie sich schon in absoluter Höchstform. Beim Aufgalopp ohne Gegenwehr lief alles, aber auch wirklich alles wie am (Schalke-)Schnürchen.

Die Offensive: blitzschnell. Das Mittelfeld: unbedrängt und perfekt organisiert. Die Flügelzange mit Königstransfer Leroy Sané (Foto) und Serge Gnabry: brillant. Die Defensive: nicht gefordert. Das Umschaltverhalten: makellos. Die Einstellung: vorbildlich. Das Ergebnis: fast noch schmeichelhaft. Es war ein Hammerstart der immer noch hungrigen Allesgewinner. Die Liga darf schon mal in Ehrfurcht erstarren vorm Meister, der mit präzisem Passspiel, Disziplin, Selbstvertrauen, Leichtfüßigkeit und Spielfreude glänzte.

Und Schalke? Unterirdisch.

Und man muss sich schon ernsthaft fragen: Wohin führt diese Übermacht die Bundesliga? Wer stoppt das scheinbar perfekte Ensemble mit dem scheinbar perfekten Trainer? Und was stellt dieses Team erst an, wenn es richtig im Rhythmus ist? Eingespielt? Bei 100 Prozent? Wer möchte da noch Gegner sein, wenn vorher schon klar ist, dass keine Lehrstunde, sondern eine Demütigung ansteht?

Ja, und Schalke 04? Das komplette Gegenteil. Unterirdisch. Überfordert. Ernüchternd. Das Debakel zum Auftakt, die höchste Niederlage seit fast 51 Jahren, setzt die „Königsblauen“ jetzt sofort unter Druck; allen voran den dauer-angezählten Trainer David Wagner. Er steht seit dem Abpfiff in München mit dem Rücken zur Wand. Jeder seiner Schritte, seine Ideen, Taktiken, Übungen und Aufstellungen werden nun noch kritischer mit Argusaugen beäugt. Nach der Nicht-Leistung seiner Mannschaft fand Wagner kaum Worte – außer lobende für den Über-Gegner („die wohl beste Mannschaft der Welt“). Womöglich geht’s in Gelsenkirchen also wieder so aus wie häufig in den letzten Jahren: Schalke scheitert zunächst an den eigenen Ansprüchen und Ambitionen, dann an den fehlenden Fähigkeiten seiner Kicker – und zuletzt am einstelligen Tabellenplatz.

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