BeziehungskisteWas tun, wenn Vorgesetzte zu viel ausplaudern?
Tratsch im Büro hat seinen Reiz. Bis man selbst das Gesprächsthem ist.
Arbeit und Privates sind zwei paar Schuhe. Umso ärgerlicher ist es, wenn Dritte etwas ausplaudern und die Kollegen plötzlich zu viel wissen.
„Ich habe erfahren, dass meine Vorgesetzte auf der Arbeit viel Privates über mich erzählt. Ich möchte das nicht und es ist mir unangenehm. Wie spreche ich das an?“
Liebe Ratsuchende! Das kann ich mir vorstellen, dass Sie das nicht möchten. Gerade als Vorgesetzter sollte man ein Vorbild für seine Mitarbeiter sein und nicht hinter dem Rücken private und vertrauliche Dinge weitererzählen. Zumal Sie wohl auch Vertrauen zu Ihrer Chefin hatten, sonst hätten Sie ihr vermutlich nichts erzählt? Sie sollten daher das direkte Gespräch mit Ihrer Chefin suchen. Sprechen Sie sie darauf an, dass Sie mitbekommen haben, wie Privates über Sie erzählt wird. Seien Sie ganz klar in Ihrer Kommunikation und betonen Sie, dass Sie das nicht möchten. Haben Sie keine Scheu und bereiten Sie sich darauf vor, dass sich Ihre Chefin vielleicht herausreden wird. Wer direkt auf solche Belange angesprochen wird, gibt ungern etwas zu! Zumal es ihr wahrscheinlich peinlich sein könnte, dass sie Vertrautes über Sie weitererzählt hat. Sie können nun nur auf ihre Loyalität setzen und hoffen, dass sich Ihre Vorgesetzte daran hält. Einen Charakterzug werden Sie jedoch nicht verändern können. Wenn sie gerne tratscht, dann wird sie das auch in Zukunft nicht unterlassen, sondern bestenfalls etwas vorsichtiger sein, wem sie was über Sie erzählt. Sie selbst können jedoch etwas ändern und Ihrer Chefin nichts mehr anvertrauen. Behalten Sie Privates für sich und trennen Sie klar ihr Berufs- und Privatleben. Dann brauchen Sie in Zukunft keine Sorge mehr vor solchen Auseinandersetzungen zu haben. Viel Erfolg!
Liebe Leser, haben Sie ähnliche Fragen? Dann schicken Sie diese per Post an RHEINPFALZ am SONNTAG, Beziehungskiste; Ostbahnstraße 12, 76829 Landau oder per E-Mail an ras-beziehungskiste@rheinpfalz.de.
Isabel Asaro arbeitet als systemische Therapeutin in Frankenthal.www.Isabel-Schroth.com
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Dieser Artikel stammt aus der RHEINPFALZ am SONNTAG, der Wochenzeitung der RHEINPFALZ. Digital lesen Sie die vollständige Ausgabe bereits samstags im E-Paper in der RHEINPFALZ-App (Android, iOS). Sonntags ab 5 Uhr erhalten Sie dort eine aktualisierte Version mit den Nachrichten vom Samstag aus der Pfalz, Deutschland und der Welt sowie besonders ausführlich vom Sport.
Isabel Asaro schreibt alle zwei Wochen ihre Kolumne »Beziehungskiste« in der RHEINPFALZ am SONNTAG.
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