Beziehungskiste RHEINPFALZ Plus Artikel Was braucht es, um mein Kind optimal zu fördern?

Eltern haben immer nur das Beste für ihre Kind im Sinn. Mit der Förderung sollte man es aber nicht übertreiben.
Eltern haben immer nur das Beste für ihre Kind im Sinn. Mit der Förderung sollte man es aber nicht übertreiben.

Eltern möchten ihre Kinder in der Entwicklung unterstützen. Manche schon so früh es geht. Das eigene Kind fördern und fordern zu wollen ist verständlich, aber dabei gibt es einiges zu beachten.

„Mein Sohn ist drei Jahre alt und schon sehr weit für sein Alter. Ich habe Angst, dass ich ihn zu Hause nicht ausreichend fördere. Was kann ich tun?“

Lieber Ratsuchender! Schön, dass Sie sich Gedanken um die Entwicklung Ihres Sohnes machen. Zunächst einmal kann ich Ihnen die Angst nehmen. Mit ein wenig Kreativität können Sie Ihren Sohn auch zu Hause gut beschäftigen. Im Alter von drei Jahren ist das Spielen eine der Hauptbeschäftigungen von Kindern. Dabei können Sie Ihren Sohn Dinge ausprobieren lassen, die neu für ihn sind. Beispielsweise sind Rollenspiele mit Verkleidungen, Kostümen in diesem Alter ideal, um die Entwicklung zu fördern. Lassen Sie Ihrem Sohn den Raum für eigene Ideen und geben Sie ihm auch etwas Zeit, in der er sich alleine beschäftigen kann. Sie könnten ihm eine kleine Bastelecke einrichten, in der er nach Herzenslust basteln und malen kann. Animieren Sie ihn einerseits zum selbstständigen Spielen, aber auch zum Spiel mit gleichaltrigen Kindern. Dabei dürfen die Kinder gerne mal unter sich sein. Auch wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Sohn unterfordert ist, verplanen Sie ihn nicht mit allzu vielen Aktivitäten. Versuchen Sie eine Balance zu schaffen, damit er auch zur Ruhe kommen kann. Ab und an mal etwas Langeweile und ein nicht zu voller Tagesplan können die Entwicklung Ihres Sohnes stärken. Auch die Sprache spielt in diesem Alter eine große Rolle. Nehmen Sie sich bewusst Zeit für Ihren Sohn, schauen Sie sich gemeinsam ein Buch an und plaudern Sie über die Inhalte. Auch die direkte Einbindung in den Familienalltag ist wichtig. Kinder in diesem Alter „helfen“ häufig auch gerne im Haushalt mit. Dabei können gemeinsame Routinen, wie beispielsweise putzen oder kochen genutzt werden, um über Aktivitäten zu reden. Sollte trotz der Beschäftigungen das Gefühl entstehen, dass es mehr bedarf, dann schauen Sie sich nach einem geeigneten Kindergarten um, der Ihren Sohn ganzheitlich und individuell in seiner eigenen Entwicklung stärkt.

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Isabel Asaro arbeitet als systemische Therapeutin in Frankenthal. www.Isabel-Schroth.com

Isabel Asaro schreibt alle zwei Wochen ihre Kolumne »Beziehungskiste«.
Isabel Asaro schreibt alle zwei Wochen ihre Kolumne »Beziehungskiste«.

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Dieser Artikel stammt aus der RHEINPFALZ am SONNTAG, der Wochenzeitung der RHEINPFALZ. Digital lesen Sie die vollständige Ausgabe bereits samstags im E-Paper in der RHEINPFALZ-App (Android, iOS). Sonntags ab 5 Uhr erhalten Sie dort eine aktualisierte Version mit den Nachrichten vom Samstag aus der Pfalz, Deutschland und der Welt sowie besonders ausführlich vom Sport.

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