Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Thomas Hengen bei FCK-II-Sieg in Herxheim, Morlautern unterliegt Arminia Ludwigshafen

Große Oberliga-Kulisse: Herxheims starker Torhüter Kai Anschütz und seine Teamkollegen Elias Burkert und Jonas Traut (von links)
Große Oberliga-Kulisse: Herxheims starker Torhüter Kai Anschütz und seine Teamkollegen Elias Burkert und Jonas Traut (von links) stellen sich FCK-Spieler Ben Reinheimer entgegen.

1100 Zuschauer erleben den 4:2-Sieg des FCK-Oberligateams in Herxheim. Morlautern steuert nach dem 0:4 gegen Arminia Ludwigshafen dem Abstieg entgegen.

SV Morlautern - Arminia Ludwigshafen 0:4

Ernüchternd verlief für den stark abstiegsbedrohten SV Morlautern das erste Oberligaspiel nach der Winterpause. Vor heimischer Kulisse musste er sich dem FC Arminia Ludwigshafen mit 0:4 (0:1) geschlagen geben.

Eine verdiente Niederlage gegen einen cleveren Gegner, der auch noch das Schussglück auf seiner Seite hatte. Der enttäuschte Morlauterer Coach Daniel Graf fand, dass seine Mannschaft „zu hoch“ verloren habe und haderte mit der Abschlussschwäche der Seinen.

Die Heimelf ging diese für sie so wichtige Partie sehr konzentriert an und kam in der Anfangsphase auch zu einigen gefährlichen Aktionen im Strafraum der Arminen. Doch das erste Tor fiel auf der anderen Seite. Der dynamische linke Außenstürmer Steffen Straub hatte in der 20. Minute freie Bahn und traf zum 0:1. Dabei machte Morlauterns Abwehr, die auch danach ihre Probleme mit Straub hatte, keine gute Figur. Die Gäste, die in Kevin Urban einen sehr sicheren Schlussmann hatten, behaupteten gegen einen ziemlich ideenlos angreifenden Gegner die knappe Führung bis zum Halbzeitpfiff.

Nur fünf Minuten nach dem Seitenwechsel hatte Nico Pantano seinen großen Auftritt. Mit einem wunderschönen Distanzschuss traf Ludwigshafens Kapitän zum 0:2. Damit gelang ihm eigentlich schon die Vorentscheidung. Die danach sehr selbstsicher auftretenden Vorderpfälzer legten noch nach. Nach einer von Ricardo Antonaci getretenen Ecke köpfte der aufgerückte Innenverteidiger Wall Fall das 0:3 (63.). Den Schlusspunkt setzte Pantano, der einen Foulelfmeter ganz sicher verwandelte (77.) und damit die 0:4-Niederlage der Morlauterer besiegelte.

Die zuvor schon großen Abstiegssorgen der Westpfälzer sind nach der 15. Verlustpartie noch größer geworden. Dagegen festigte die Arminia mit ihrem achten Ligasieg ihre Position im Tabellenmittelfeld.

Viktoria Herxheim - FCK II 2:4

Dass es für Oberliga-Aufsteiger Viktoria Herxheim gegen den Aufstiegskandidaten 1. FC Kaiserslautern II schwer werden würde, war nicht nur Insidern schon vor der Partie klar. Die Gäste siegten vor den Augen von FCK-Geschäftsführer Thomas Hengen und 1100 zahlenden Zuschauern mit 4:2 (1:0). Die Viktoria zeigte aber eine kämpferisch starke Leistung.

Die Partie begann mit 20-minütiger Verspätung. Schiedsrichter Alexander Mroß aus Niederfell im Kreis Mayen-Koblenz stand mit seinem Gespann auf der Autobahn im Stau. Beide Teams warfen von Anpfiff weg einiges in die Waagschale. Herxheim konzentrierte sich auf die Defensive, was dem Gast Probleme bereitete. So lag der FCK bis zur Pause lediglich durch einen Treffer von Robin Muth (29.) mit 1:0 in Front. Die Lauterer spielten sich immer wieder in Herxheims Abwehr fest oder fanden in Torhüter Kai Anschütz ihren Meister. Bis zur 53. Minute blieb die Viktoria stabil und einer Überraschung nah. Innerhalb von nur zwölf Minuten baute der Tabellenzweite seine Führung durch Treffer von Angelos Stavridis (53.), Maddox Stadel (64.) und Yasin Zor (65.) auf 4:0 aus. In dieser Phase war die Viktoria in der Abwehr zu zögerlich. Die Platzherren steckten trotz des klaren Rückstands nicht auf und verkürzten durch Treffer von Christoph Wörzler (76.) und Robert Cenusa (85.) auf 2:4.

Viktoria- Coach Ralf Schmitt sagte nach der Partie: „Meine Mannschaft hat sich bis auf die Phase der drei Gegentore im zweiten Durchgang achtbar aus der Affäre gezogen und eine mutige und leidenschaftliche Partie gezeigt.“ Er lobte Torhüter Anschütz für seine Paraden. Dass die Viktoria das Spiel nach dem klaren Rückstand noch mal angezündet habe, spreche für die Moral der Mannschaft. FCK-Coach Alexander Bugera verwies auf acht Stammspieler, die nicht zur Verfügung standen. Herxheim habe tapfer dagegengehalten.

x