1. FC Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Remis in der Oberliga: FCK II nutzt die Pirmasenser Steilvorlage nicht

Weg damit: Der Eppelborner Marc Pesch (rechts) haut den Ball vor Rilind Kabashi vom FCK II aus der Gefahrenzone.
Weg damit: Der Eppelborner Marc Pesch (rechts) haut den Ball vor Rilind Kabashi vom FCK II aus der Gefahrenzone.

Die U21 des 1. FC Kaiserslautern hätte in der Oberliga den FK Pirmasens distanzieren können. Doch gegen Eppelborn kann der FCK II über einen Punkt froh sein.

Das 0:0 des FK Pirmasens am Freitagabend gegen Arminia Ludwigshafen war sozusagen eine Steilvorlage für die U21 des 1. FC Kaiserslautern. Mit einem Sieg gegen den FV Eppelborn hätte sich das Team von Trainer Alexander Bugera im Kampf um Platz zwei ein Drei-Punkte-Polster auf Pirmasens erspielen können. Doch der FCK II nutzte am Samstag diese Steilvorlage nicht. Gegen den Tabellen-13. aus dem Saarland reichte es auf dem Fröhnerhof vor 108 Zuschauern nur zu einem 2:2 (0:1).

Fast schien es, als würde das Wissen um das Ergebnis aus Pirmasens die U21 des FCK eher hemmen als beflügeln. Viel Ballbesitz hatte das Team zwar, aber vor dem Tor fiel ihm herzlich wenig ein. „Das war wenig“, sagte auch Trainer Bugera. „Wir hatten keine einzige Torchance.“ So könnte man den Mantel des Schweigens über die ganz schwache erste Halbzeit legen, wenn nicht die 39. Minute gewesen wäre. Da ging nämlich Eppelborn mit dem ersten Torschuss in Führung. Nach einer Ecke kam der Ball zu Kapitän Bono Marjanovic, der den Ball per Fallrückzieher einnetzte.

Die nächste kalte Dusche kommt schnell

In der Halbzeit sei es in der Kabine laut gewesen, berichtete Bugera, „das war es aber in den letzten Spielen eigentlich immer, da es da oft 0:0 gestanden hat oder wir 0:1 zurückgelegen haben“. Zur Pause brachte er Yasin Zor für Angelos Stavridis, „ab da war es offensiv ein anderes Spiel“, stellte der FCK-Trainer fest. Doch zunächst gab es die nächste kalte Dusche. Nach einem Freistoß für den FCK II spielte Eppelborn einfach einen langen Ball nach vorne auf Matthias Krauß, der alleine aufs Tor lief und Keeper David Schwingel mit einem Flachschuss keine Chance ließ (49.).

Doch jetzt schlug der FCK prompt zurück, nach einem Gewühl im Gästestrafraum traf Ben Reinheimer flach zum Anschlusstreffer (52.). „Nach dem 0:2 haben wir endlich Fußball gespielt“, merkte Bugera an. Das zahlte sich aus. Nach einem Foul von Nicolas Jobst im Strafraum an Shawn Blum trat der selbst zum Elfmeter an und vollendete zum 2:2 (69.). Hätte Zor in der 81. Minute statt dem Pfosten ins Tor getroffen, wäre das Spiel endgültig gedreht gewesen. So aber musste der FCK II am Ende froh sein über den Punkt, denn auch die Gäste hatten noch Möglichkeiten.

„Ich glaube, die Jungs hatten plötzlich das Gefühl, etwas verlieren zu können“, sagte Bugera vor allem mit Blick auf die schwache erste Halbzeit. „Aber das haben wir doch gar nicht. Wir spielen um Platz zwei mit – mehr nicht.“ Und so konnte er dem Remis etwas Positives abgewinnen: „Vielleicht war es gar nicht so verkehrt, dass wir nach Punkten nicht davon gezogen sind. Denn dadurch merken die Jungs, dass sie die Spiele mit 100 Prozent angehen müssen und nur eine gute Halbzeit eben nicht reicht.“

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