Handball
Eulen nicht zu bremsen
Das war die erhoffte Reaktion zum richtigen Zeitpunkt: Nur 48 Stunden nach dem unglücklichen Ausscheiden in der Verlängerung im DHB-Pokal gegen VfL Eintracht Hagen waren die Schützlinge von Cheftrainer Johannes Wohlrab „on Fire“ und überraschten. Mit 41:31 (22:14) feierten die Ludwigshafener beim bis dato ungeschlagenen TuS Nettelstedt-Lübbecke ihren ersten Auswärtserfolg dieser Saison. Nicht nur das Ergebnis überraschte, sondern auch die Art und Weise, wie die Eulen in Ostwestfalen auf der Platte aufgetreten sind. „Wenn man in Lübbecke mit plus zehn gewinnt, dann ist das schon außergewöhnlich“, schwärmte Mex Raguse. So sah es auch Cheftrainer Wohlrab: „Damit habe ich nicht gerechnet.“ Der Schlüssel zum Erfolg war das Kollektiv. Die Abwehr um Julius Meyer und Mex Raguse stand sicher, agierte bissig gegen das Angriffsspiel der Hausherren und sicherte sich auch einige Ballgewinne, um mit Tempospiel zu einfachen Toren zu kommen.
Sehr konzentriert und fokussiert
Dabei lagen die Eulen zunächst mit 0:3 zurück, ehe Kian Schwarzer mit einem sicher verwandelten Siebenmeter einen Fünf-Tore-Lauf einleitete, dem die Ostwestfalen kaum etwas entgegenzusetzen hatten. „Nach unserer 3:0-Führung haben wir keinen Zugriff mehr auf die Schützen der Eulen bekommen. Wird sind auseinandergebrochen. Ludwigshafen hat das heute super gemacht“, sagte Sven Wesseling. Sehr früh nahmen die Gäste aus der Pfalz auch Fynn Hangstein, Top-Torschütze der Ostwestfalen, aus dem Spiel. Die Eulen waren nicht zu bremsen, zeigten kaum technische Fehler und eine gute Wurfquote. Sie wirkten sehr konzentriert, aber auch fokussiert und sie hielten sich an den Matchplan. Bis zum Halbzeitpfiff setzten sich die Eulen deutlich mit acht Toren ab. Auch nach der Pause fanden die Gastgeber gegen die Taktik der Ludwigshafener kaum Antworten. So ließ Trainer Wohlrab sein Team in Spielabschnitt zwei auch Sieben gegen Sechs im Angriff spielen und stellte den Gegner stets vor neue Herausforderungen. „Je länger das Spiel dauerte, desto mehr Spaß hatten wir daran“, sagte Mex Raguse.