Handball
Eulen Ludwigshafen spielen zum Saisonauftakt geradezu furios
Glückliche Zuschauer, entspannte Spieler, die Humba-Zeremonie – was will man mehr? Die Eulen Ludwigshafen haben am Samstag vor 1705 Zuschauern in der Friedrich-Ebert-Halle einen gelungenen Start in die neue Saison gefeiert. Das machte Lust auf mehr. „Es ist toll, mit einem Sieg in die Saison zu starten. Nach der Pause haben wir ein fulminantes Spiel auf hohem Niveau gemacht. Natürlich gibt es noch Dinge zu verbessern“, resümierte Eulen-Trainer Johanes Wohlrab.
Stück für Stück. 18:15 Minuten waren gespielt, da war es geschafft: Die Eulen gingen zum ersten Mal in dieser Partie in Führung. Neuzugang Vincent Bülow markierte für seine Mannschaft das 9:8. Bis dahin mussten die Gastgeber stets einem Rückstand hinterherlaufen. Das lag sicherlich auch daran, dass Spielmacher Vincent Bülow und Kapitän Freddy Stüber in der ersten Viertelstunde Zwei-Minuten-Strafen quittierten.
Gleich zwei Spielmacher auf dem Feld
Regisseur Marc-Robin Eisel war der beste und konstanteste Spieler der Eulen in der vergangenen Saison. Die Spielmacherfrage – Marc-Robin Eisel oder Vincent Bülow – beantworte Trainer Johannes Wohlrab, indem er beide Spieler aufs Feld schickte, Eisel auf die halblinke Rückraumposition beorderte. Dennoch taten sich die Eulen zu Beginn noch etwas schwer.
Nach der ersten Führung entwickelte die Mannschaft mehr Zutrauen in das eigene Spiel und ging folgerichtig auch mit 14:11 in die Halbzeit, da Finn Leun die Lücke in der durch Zeitstrafen dezimierten Essener Abwehr fand. Die Eulen konnten sich absetzen, weil Torhüter Ziga Urbic gut hielt, sich die Abwehr nun besser auf die Angriffe der Gäste einstellte, die es zumeist über ihre rechte Seite probierten. Einen guten Eindruck hinterließ Kreisläufer Valentin Willner, der im Sommer von den Rhein-Neckar Löwen zu TuSEM Essen kam.
Nach dem Wechsel ziehen die Eulen davon
Nach der Pause war dann kein Halten mehr. Die Eulen waren nicht mehr zu stoppen. Sie rührten in der Abwehr Beton an und enteilten durch einen 8:2-Lauf. In den ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit klappte fast alles. Zeitweise betrug der Vorsprung elf Tore, beim Stand von 25:14 und 26:15. Was für ein belebendes Element: Friedrich Schmitt, die Eulen holten den Schlaks vom SC DHfK Leipzig, warf sieben blitzsaubere Tore aus dem Rückraum, agierte mit viel Selbstvertrauen. Schmitt verleiht dem Eulen-Angriff mehr Wucht und Durchschlagskraft.
„Das Wichtigste ist, dass wir einfach gewonnen haben. Ich habe mich unglaublich toll auf das Spiel gefreut. Ich habe es einfach genossen, dass wir so gut gespielt haben“, sagte der talentierte Rückraumspieler. „Friedrich hat ein super Spiel gemacht“, lobte ihn sein Trainer.
Tor per Rückhandwurf
Der schönste Treffer des Abends gelang Rechtsaußen Theo Straub, der nach einem Anspiel Vincent Bülows in einer verzwickten Lage mit einem Rückhandwurf das 19:13 markierte. Auch ihrem Vorhaben, mehr Tore im Tempospiel zu erzielen, kamen die Eulen näher, wie die drei Kontertore von Linksaußen Tim Schaller in der zweiten Halbzeit belegten. Im Gefühl des sicheren Sieges ließen die Eulen ein wenig nach, am Ende stand aber ein sicherer Sieg. Zufrieden war auch Rückkehrer Lars Röller. „Anfang der zweiten Halbzeit ging voll die Post ab. Am Ende haben wir das Ergebnis verwaltet, da war ein wenig die Luft raus“, kommentierte Lars Röller.
Kurz vor Schluss nahm Trainer Johannes Wohlrab noch eine Auszeit, um seinen Spielern zu erzählen, dass Vincent Bülow in der Nacht zuvor Papa geworden ist: Söhnchen Felix Bülow kam gesund zur Welt. Das erklärte er auch noch einmal seinem Kollegen Daniel Haase.
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