Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Eulen Ludwigshafen mit unbändigem Siegeswillen gegen Eintracht Hagen (mit Video)

Erleichterung: Sebastian Trost freut sich mit Ziga Ubic, der den letzten Wurf der Hagener hielt. Nicolas Waldvogel (links) sowie
Erleichterung: Sebastian Trost freut sich mit Ziga Ubic, der den letzten Wurf der Hagener hielt. Nicolas Waldvogel (links) sowie Mats Grupe und Oscar Knudsen kommen auf Torhüter Urbic zugestürmt.

Die Eulen Ludwigshafen haben einen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht. Das 27:25 gegen den VfL Eintracht Hagen tat ja so gut.

Der offizielle Teil des Spieltages klang aus mit einem: Geburtstagsständchen. Die Eulen-Fans im Foyer der Friedrich-Ebert-Halle ließen beim Spieler-Talk mit Mihailo Ilic und Ziga Urbic ihren Torhüter hochleben, der am Freitag seinen 28. Geburtstag feierte. Interpretationen? Deutungen? Rückblicke? Alles überbewertet. „Wir brauchen jetzt nicht groß analysieren, wir haben gewonnen, das war unser Ziel, genießen wir das“, sagte Ziga Urbic nach dem so wichtigen 27:25-Heimsieg gegen den VfL Eintracht Hagen.

Urbic kam in der Schlussphase für Mats Grupe in die Partie, hielt beim Stand von 26:25 einen ganz wichtigen Wurf des Hagener Halbrechten Jan von Boenigk 30 Sekunden vor dem Abpfiff. Da stand die Partie noch auf der Kippe.

An dieser Stelle finden Sie ein Video via Glomex.

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Noch zwei Heimspiele

Wie wertvoll dieser Erfolg im Abstiegskampf war, wie lebensnotwendig. Nach dem ersten der fünf Endspiele kommen die Eulen nun auf 26 Punkte, die Zuversicht ist (mehr denn je) da, den Klassenerhalt zu schaffen, auch wenn die Lage angespannt bleibt. Es sind noch zwei Heimspiele und zwei Auswärtsspiele, 30 Punkte dürften reichen, um auch in der nächsten Saison in der Zweiten Liga zu spielen. HSC 2000 Coburg, TuSEM Essen, TSV Bayer Dormagen und TV Hüttenberg heißen die Gegner im Saisonfinale.

Die Erleichterung jedenfalls war am Freitag riesengroß, um 21.45 Uhr entlud sich die Anspannung und die Fans jubelten euphorisch, feierten ihre Mannschaft. Die vergangenen Tage waren nicht einfach für die Anhänger, die jüngsten Niederlagen zehrten, Zweifel machten sich breit.

Größere Siegermentalität

Die Ludwigshafener Spieler kämpften vor 2135 Zuschauern aufopferungsvoll, leidenschaftlich, sie kämpften vielleicht wie noch nie in dieser Saison und sie zeigten die größere Siegermentalität. Sie nahmen ein Wechselbad der Gefühle und verbuchten die zwei Punkte völlig verdient. „Es war ein hartes Stück Arbeit. Hagen könnte von der Qualität des Kaders deutlich besser stehen und oben mitspielen. Das war ein wichtiges Spiel für uns. Wir wollten die Punkte unbedingt zu Hause behalten. So sind wir auch aufgetreten, mit viel Energie, ab und zu unglücklich, aber gerade in der Abwehr hat man gesehen, dass wir unbedingt wollten“, sagte Sebastian Trost. Vier Endspiele, vier Spiele noch für den Schlaks im Rückraum, der nach der Saison zum TV Großwallstadt wechselt. Macht die Mannschaft den Klassenerhalt perfekt? „Auf jeden Fall, heute hat man gesehen, was wir können, auch mit den Fans im Rücken“, betonte Sebastian Trost.

Natürlich war auch Trainer Johannes Wohlrab erleichtert. „Es ging im Kollektiv darum, über die Abwehr zu kommen. Wir haben fantastisch mit allen Mann verteidigt. Ich bin sehr, sehr glücklich, die zwei Punkte zu haben“, unterstrich der Coach – und lobte die Fans. „Das war überragend, was hier abgegangen ist. Das war ein Spektakel.“ Nach der deprimierenden Heimniederlage gegen TuS Ferndorf wuchs der Druck, auch auf Wohlrab.

Eisel dreht auf

Zu großer Form lief am Ende Regisseur Marc-Robin Eisel auf, er riss die Partie an sich, schoss seine drei Tore binnen vier Minuten. Und auch Freddy Stüber demonstrierte gegen seinen Ex-Klub Führungsqualitäten, ihm gelangen die beiden letzten Treffer, mit unbändigem Willen tankte er sich am Kreis durch. „Ein sehr, sehr wichtiger Sieg. Ich bin gerade sehr erleichtert“, sagte Marc-Robin Eisel. „Erste Halbzeit zehn Tore, zweite Halbzeit 17 Tore, der Plan ist voll aufgegangen. Wir wussten, dass es in der zweiten Halbzeit etwas leichter wird, wenn Hagen Körner verliert“, erläuterte er. „Es war wichtig, dass wir gut reinkommen, dass die Halle da ist, das haben wir in den letzten Spielen nicht geschafft.“ Und sein bemerkenswerter Auftritt in der Schlussphase? „Ich war in der ersten Halbzeit sehr von mir enttäuscht, deswegen war ich nach der Pause noch motivierter“, sagte Eisel.

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Dieser Artikel stammt aus der RHEINPFALZ am SONNTAG, der Wochenzeitung der RHEINPFALZ. Digital lesen Sie die vollständige Ausgabe bereits samstags im E-Paper in der RHEINPFALZ-App (Android, iOS). Sonntags ab 5 Uhr erhalten Sie dort eine aktualisierte Version mit den Nachrichten vom Samstag aus der Pfalz, Deutschland und der Welt sowie besonders ausführlich vom Sport.

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