In der neuen Partnerschaft soll man alte Freundschaften pflegen. Eine Beziehung soll unbeschwert sein.
„Ich habe seit Kurzem einen neuen Partner und es läuft sehr gut zwischen uns. Allerdings versteht er nicht, warum ich meinen alten Freundeskreis weiter pflegen möchte. Er sagt, ich habe ja jetzt ihn. Er geht zwar mit zu den Treffen, sitzt aber dann gelangweilt rum. Was kann ich tun?“
Liebe Ratsuchende! Sie scheinen unterschiedliche Vorstellungen von einer Partnerschaft zu haben. Ihr Partner sehnt sich nach absoluter Verschmelzung und Zweisamkeit und möchte die gemeinsame Zeit am liebsten nur mit Ihnen alleine verbringen. Sie hingegen möchten Ihr eigenes Ich nicht aufgeben und haben auch noch ein Leben neben Ihrem Partner. Das ist auch völlig in Ordnung und gesund. Verbiegen Sie sich nicht, um Ihrem Partner alles recht zu machen. Versuchen Sie Ihrem Partner zu erklären, dass es auch wichtig ist, alte Freundschaften zu pflegen und sich in einer Beziehung nicht nur auf den anderen zu fixieren. Sie sind immerhin noch zwei Individuen. Hat er vielleicht Angst, nicht genügend Aufmerksamkeit zu bekommen oder ist er eifersüchtig auf Ihre Freunde? Vielleicht leidet er unter Verlustängsten und macht sich Sorgen, dass Sie zu viel Zeit mit Ihren Freunden verbringen und ihn womöglich vernachlässigen. Nehmen Sie ihm diese Bedenken ab!
Sorgen Sie für ein vertrauensvolles Fundament, seien Sie aber ganz klar in Ihren Aussagen, dass Sie Ihren Freundeskreis nicht aufgeben möchten. Wenn er nur mit Missmut auf gemeinsame Treffen mitkommt, dann schlagen Sie ihm vor, dass er in dieser Zeit etwas machen kann, worauf er auch allein gerne Lust hat. Gestalten Sie Ihre Beziehung leicht und unbeschwert und legen Sie sich kein Korsett an.
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