Beziehungskiste
Beziehungs-Tipp: Wie plant man eine Familie, wenn einer nie da ist?
„Mein Mann und ich möchten eine Familie gründen. Beruflich ist er sehr eingespannt und unter der Woche viel auf Dienstreisen. Ich habe Angst, viel alleine dazustehen und es nicht zu schaffen.“
Liebe Ratsuchende! Besprechen Sie Ihre Sorgen und Bedenken mit Ihrem Mann. Seien Sie offen und schildern Sie ihm Ihre Ängste. Da ich die berufliche Situation Ihres Mannes nicht kenne, ist es schwer zu beurteilen, inwieweit sein Job mit einer Familie vereinbar ist. Manche Firmen ermöglichen im Falle der Familiengründung mehr Flexibilität und Unterstützung, weniger Dienstreisen und Arbeit von zu Hause. Dies wäre der Part Ihres Mannes, sich darüber im Vorfeld zu informieren.
Gibt es Großeltern in der Nähe, die ab und an auf das/die Kind(er) aufpassen und Sie unterstützen könnten? Haben Sie die finanziellen Möglichkeiten, sich Hilfe durch zum Beispiel eine Kinderbetreuung, Krippe zu organisieren? All dies sind wichtige Aspekte, die Sie mit Ihrem Partner klären können. Sicher kann es sein, dass die ersten Jahre mit Ihrem Kind anstrengend und stressig für Sie sein werden. Allerdings gibt es Angebote von außen, durch die Sie Unterstützung bekommen können.
Versuchen Sie auch, in sich hineinzuspüren, woher Ihre Angst kommt, es nicht zu schaffen oder alleine dazustehen. Gestehen Sie sich ein, dass Sie Schwäche zeigen dürfen und es auch vollkommen ok ist, nicht immer stark sein zu müssen. Es wäre schade, wenn Sie durch Ihre Sorge auf den Traum einer eigenen Familie verzichten würden.
Liebe Leser, haben Sie ähnliche Fragen? Dann schicken Sie diese per Post an RHEINPFALZ am SONNTAG, Beziehungskiste; Ostbahnstraße 12, 76829 Landau oder per E-Mail an ras-beziehungskiste@rheinpfalz.de.
Isabel Asaro arbeitet als systemische Therapeutin in Frankenthal.www.Isabel-Schroth.com