Eishockey RHEINPFALZ Plus Artikel Adler Mannheim verlieren 1:4 gegen Kölner Haie: Energie und Glück fehlen

ZwischenhochDaniel Fischbuch erzielt für die Adler Mannheim den Ausgleich zum 1:1. Es war offensiv allerdings der letzte Höhepun
ZwischenhochDaniel Fischbuch erzielt für die Adler Mannheim den Ausgleich zum 1:1. Es war offensiv allerdings der letzte Höhepunkt im Spiel gegen die Kölner Haie.

Im letzten Heimspiel des Jahres verlieren die Adler Mannheim 1:4 gegen die Kölner Haie. Dabei scheitern sie vor allem am eigenen Überzahlspiel.

Letztlich brachte es Verteidiger Tobias Fohrler auf den Punkt: „Die Specialteams haben den Unterschied ausgemacht.“ Zwei Treffer gelangen den Kölner Haien mit einem Spieler mehr auf dem Eis, während die Adler Mannheim nicht einmal eine 90-sekündige Überzahl mit fünf gegen drei zu einem Treffer ummünzen konnten. „Wenn wir da treffen, sieht es anders aus“, trauerte Fohrler der vergebenen Chance hinterher, zumal die Haie gerade wieder komplett unter gütiger Mithilfe der Mannheimer Verteidigung durch Maximilian Kammerer zum 3:1 trafen (46.). Am Ende hieß es 4:1 (0:0, 1:2, 0:2).

Kammerer selbst hatte den Torreigen vor 13.600 Zuschauern in der Mannheimer SAP-Arena eingeleitet, erzielte unbedrängt das 1:0 (26.) und machte damit aus einer bis dahin intensiven Begegnung ein echtes Eishockeyspiel. Bis dahin zeigten beide Mannschaften zwar viel Kampf und Einsatz mit guten Gelegenheiten vor den beiden Torleuten Felix Brückmann im Tor der Adler und Julius Hudacek bei den Haien, was aber fehlte, das war der befreiende Torjubel.

Drei Mal Pfostenpech

An dem waren die Kölner im ersten Abschnitt näher dran. Schon nach zwei Minuten fuhren die Unparteiischen zum Videobeweis, hatten die Scheibe nicht mehr gesehen, die von Brückmanns Rücken in Richtung Torlinie sprang und diese möglicherweise auch überquert hatte. Wenn überhaupt, dann jedoch unkorrekt, waren sich Marian Rohatsch und David Cespiva in diesem Fall zu Gunsten der Mannheimer einig. Im zweiten Abschnitt fiel der Videobeweis allerdings zuungunsten der Adler aus. Nach Ansicht der Bilder entschieden die Unparteiischen auf einen Kniecheck von Leon Gawanke gegen Josh Currie und schickten den Mannheimer unter die Dusche (37.).

Die Haie nutzten die fünfminütige Überzahl zur 2:1-Führung (Alexandre Grenier, 40.). Daniel Fischbuch besorgte im Nachschuss immerhin den 1:1-Ausgleich (31.), nachdem er selbst den Angriff eingeleitet hatte. Es war offensiv der letzte Höhepunkt aus Sicht der Adler, weil die Gastgeber gleich drei Mal Pfostenpech hatten.

„In den kritischen Momenten nicht gut“

Trainer Dallas Eakins fasste die dritte Heimniederlage in dieser Saison der Deutschen Eishockey Liga pragmatisch zusammen: „In den letzten zehn Spielen waren wir in den kritischen Momenten richtig gut. Heute liefen diese Momente nicht in unsere Richtung.“ Als Beispiel nannte er Greniers 2:1, bei dem seine Mannschaft bis dahin eine sehr gute Unterzahl gespielt hatte, sich aber 4,2-Sekunden vor der Drittelpause doch noch geschlagen geben musste. Ein zweiter Moment sei gewesen, dass Ryan MacInnis, der durch die Sperre von Luke Esposito in die erste Reihe gerückt war, von Nick Cicek angespielt, den Puck nicht unter Kontrolle brachte und so den 2:1-Führungstreffer für die Adler verpasste (35.)

Und so lief es ab diesem Zeitpunkt eben gegen die Mannheimer. Zwei Minuten später musste Leon Gawanke vom Eis. „Das war ein herber Verlust. Er bringt unheimlich viel Energie aufs Eis“, sagte Eakins. Energie und auch ein wenig Glück, das den Mannheimern in der Folge fehlte. Auch in der doppelten Überzahl: „Da gibt es kein Vielleicht. In dieser Situation musst du einfach treffen“, stellte Eakins klar. Die Chance blieb, wie auch die drei unmittelbar folgenden Überzahlspiele, teilweise kläglich ungenutzt, und so erhöhten die defensiv enorm kampfstarken Haie sechs Minuten vor dem Ende in eigener Überzahl durch Louis-Marc Aubry auf 4:1. „Das war vielleicht bis jetzt unser bestes Saisonspiel“, freute sich Haie-Trainer Kari Jalonen.

Für die Adler endet das Jahr am Montag, 30. Dezember, mit dem Spiel bei Spitzenreiter ERC Ingolstadt, ehe die Mannheimer nach dem Jahreswechsel am 4. Januar im DEL-Wintergame in Frankfurt gegen die Lions antreten.

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