Eishockey
Adler Mannheim siegen 5:2 gegen Köln: Gegen den Ex-Klub ist Justin Schütz besonders motiviert
Justin Schütz hatte nach Spielende viel zu tun. Unmittelbar nach dem Fernsehinterview ging es direkt zur Welle mit den Anhängern in die Fankurve, es folgten weitere Interviews, dann musste der Spieler der Adler Mannheim den zahlungskräftigen Besuchern im Businessclub der SAP-Arena Rede und Antwort stehen. Er tat das mit einem breiten Grinsen. Immerhin waren seine beiden Tore die Türöffner zu einem Heimsieg, den Adler-Trainer Dallas Eakins mit einer einfachen Formel zusammenfasste: „Wir haben die Tore zum richtigen Zeitpunkt gemacht und zum richtigen Zeitpunkt die Torhüterparaden.“ Am Ende stand ein 5:2 gegen die Kölner Haie – Tabellenführung gefestigt.
In seiner Einordnung war sich der Trainer mit Justin Schütz einig: „Wir haben zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht.“ Das galt vor allem für den zweiten Abschnitt, in dem eigentlich die Haie dominierten, durch Veli-Matti Vittasmäki (29.) den verdienten Ausgleich erzielt hatten und sich weitere gute Chancen herausspielten. Ausgerechnet ein Unterzahlspiel brachte dann die Wende zu Gunsten der Adler. Zunächst hatten die Unparteiischen bei den Adlern zu viele Spieler auf dem Eis erkannt.
Von der Strafbank zum Tor
Schütz selbst wurde von seinem Trainer auf die Strafbank geschickt und zog nach seiner Rückkehr direkt auf und davon, bediente zunächst Maximilian Heim und verwandelte dann dessen Abpraller zur erneuten Führung (37.). Und weil Alex Ehl die Scheibe bei angezeigter Strafe gegen die Kölner ebenfalls über die Linie stocherte (39.), gingen die Adler mit einer Führung in den Schlussabschnitt. Schütz räumte ein, dass er zwar keinen Groll gegen seinen Ex-Verein hege, „aber ich war heute natürlich noch motivierter. Das ist ja klar!“
Im dritten Drittel waren er und seine Teamkollegen vor 13.600 Zuschauern in der ausverkauften Arena vor allem in der Verteidigung beschäftigt, und natürlich spielte sich auch der über drei Drittel bärenstarke Goalie Maximilian Franzreb ein wenig in den Vordergrund. Sogar sehr. „Ohne seine Paraden würden wir jetzt vielleicht noch Verlängerung spielen“, verdeutlichte Eakins den Wert seines Schlussmannes und Unterschiedsspielers. Auch Kölns Übungsleiter Kari Jalonen erkannte im Torhüterspiel den größten Unterschied zwischen beiden Mannschaften: „Wir haben heute vier Alleingänge nicht genutzt.“
Dass es am Ende sogar noch ein wenig zu deutlich wurde, hatten sich die Gäste tatsächlich selbst zuzuschreiben. Bereits dreieinhalb Minuten vor dem Ende nahm Jalonen seinen Torhüter Tobias Ancicka vom Eis. Kris Bennett traf gleich doppelt ins verwaiste Netz. Dass Nate Schnarr fünf Sekunden vor dem Ende noch einmal verkürzte, störte auf Mannheimer Seite niemand mehr. Schon gar nicht Justin Schütz, der aus dem Grinsen gar nicht mehr herauskam.
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