Rheinland-Pfalz Zur Sache: Notarztversorgung im Lambrechter Tal

In der Verbandsgemeinde Lambrecht steht aus Kostengründe seit Juli 2013 auch abends, nachts und an den Wochenenden kein eigener Notarzt mehr zur Verfügung. Tagsüber ist dies bereits seit Februar 2013 der Fall. Grund ist die Verlegung des Bereitschaftsdienstes der Kassenärztlichen Vereinigung von Lambrecht nach Neustadt, dadurch fiel auch der bisherige Notarztstandort in Lambrecht weg. Bei Notfällen muss jetzt der für Neustadt und Haßloch, teilweise auch der für Kaiserslautern zuständige Notarzt kommen.
Politiker und Bürger im Lambrechter Tal fordern, dass die Verbandsgemeinde wieder einen eigenen Notarzt bekommt. Der für die Einteilung der Notärzte in Neustadt und Umgebung zuständige Leitende Notarzt ist der Ansicht, ein Notarzt für die Verbandsgemeinde Lambrecht, Neustadt, Haßloch und Teile der Verbandsgemeinde Deidesheim sei ausreichend. Lambrechts Verbandsbürgermeister Manfred Kirr verweist indes auf Fälle, in denen ein Rettungshubschrauber oder ein Notarzt aus der Umgebung, etwa Bad Dürkheim oder Landau, kommen musste, weil der Neustadter Notarzt nicht zur Verfügung gestanden habe. Das Landes-Rettungsdienstgesetz sieht vor, dass bei Notfalltransporten jeder an einer öffentlichen Straße gelegene Einsatzort