Neustadt
Sanierung des Stadionbads: Stadt hofft auf Mittel aus Fördertopf
Einstimmig hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung zugestimmt, dass man am Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten (2026 Schwimmbäder)“ teilnimmt. Bürgermeister Stefan Ulrich informierte, dass 250 Millionen Euro an Fördermitteln bereitstehen. Das Programm habe es 2025 schon mit einem Volumen von 300 Millionen Euro gegeben. „Damals hatten wir bereits einen Antrag gestellt, ohne Erfolg“, so Ulrich. Man wolle es nun erneut versuchen. Die Sanierungspläne fürs Stadionbad seien inzwischen ausgearbeitet, was wichtig für solche Förderprogramme sei.
Allerdings müsse er auch „Wasser in den Wein“ gießen, räumte Ulrich ein: Zwar hätten 2025 insgesamt 300 Millionen Euro zur Verfügung gestanden, „es wurden aber Projekte in Milliardenhöhe eingereicht, wir haben also keine Garantie, dass es klappt“. Er sei dennoch dafür, „es trotzdem zu probieren“. Im Juni wolle er einen entsprechenden Antrag auch fürs Hambacher Freibad einbringen.
Kosten in Millionenhöhe
Nach Angaben der Verwaltung wird im Stadionbad die energetische und sicherheitstechnische Sanierung des Hauptgebäudes, des Sprungbeckens sowie die Herstellung einer vollständig barrierefreien Anlage angestrebt. Konkret geht es unter anderem um ein neues, gedämmtes Dach sowie die Erneuerung der Elektroanlage, die Modernisierung von Spinden und Umkleiden und die Schaffung neuer Sozialräume. Zudem soll das Sprungbecken mit Edelstahl ausgekleidet (bisher sind dort Fliesen), die Verbindungswege im Außenbereich sollen barrierefrei umgestaltet und die bestehende PV-Anlage soll erweitert werden.
Die Stadt betont: „Die geplanten Maßnahmen sind zwingend erforderlich, um die Sicherheit, Funktionalität und den gesetzeskonformen Betrieb des Schwimmbades dauerhaft zu gewährleisten.“ Die Gesamtkosten werden auf knapp 3,7 Millionen Euro beziffert. Die Förderquote bei den zuwendungsfähigen Ausgaben liege bei bis zu 75 Prozent.