Rheinland-Pfalz Zur Sache I: Die Hochstraße Nord (B 44)

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Die 1981 eingeweihte Brückentrasse ist eine der wichtigsten Verkehrsadern in der Region. Sie ist in Trägerschaft der Stadt und verbindet die Vorderpfalz mit der BASF und Nordbaden. Sie ist der Hauptzubringer zur Kurt-Schumacher-Brücke, die über den Rhein zwischen Ludwigshafen und Mannheim führt – als zentrale Verbindung zu den Fernautobahnen A 61 und A 6. Täglich befahren die Hochstraße Nord um die 45.000 Kraftfahrzeuge. Die 1,8 Kilometer lange Brückenkonstruktion ist durch Korrosion irreparabel beschädigt und muss abgerissen werden. Nach sieben Bürgerforen beschloss der Stadtrat im März 2014 als Ersatz den Bau einer ebenerdigen und 860 Meter langen Stadtstraße. Ein Teil der Hochstraße Nord ist seit 2010 für Lkw gesperrt. Für viereinhalb Jahre wird nach jetzigem Sachstand mit extremen Verkehrsbehinderungen infolge des Trassenabrisses gerechnet. Ein weiträumiges Umleitungskonzept ist in der Mache. Einleitende Arbeiten wie Kanalverlegungen oder der Abriss eines dem Projekt im Weg stehenden Weltkriegsbunkers sollen, Stand heute, 2020/21 beginnen, der Rückbau der Nordtrasse selbst ab 2023. Bauzeit: acht Jahre. Die mit den Jahren stetig nach oben korrigierten Kosten belaufen sich jüngsten Schätzungen zufolge auf 529 Millionen Euro. Bund und Land haben im Herbst 2017 wegen der überregionalen Bedeutung der Trasse fixe Zuschüsse für die damals als förderfähig eingestuften Kosten von gut 260 Millionen Euro zugesagt: 154,2 Millionen Euro stellt Berlin bereit (60 Prozent), 64,25 Millionen Euro kommen aus Mainz (25 Prozent). 15 Prozent der Kosten muss die Stadt stemmen, die schon rund 40 Millionen Euro investiert hat – unter anderem für die Planung oder Fangnetze unterhalb der Brücke. Mit Blick auf die ausufernden Kosten will die Stadt nun mit Bund und Land nachverhandeln.

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