Rheinland-Pfalz Zeitungsthemen haben Saison
Als Teil der Festmeile „Innovatives Trifelsland“ präsentierte sich auch die RHEINPFALZ drei Tage lang beim Rheinland-Pfalz-Tag in Annweiler. Die Redakteure informierten per Live-Blog.
Die Chefredaktion freut sich immer, wenn Leser mit der Leistung und dem Angebot der Redaktion zufrieden sind. Lob hörten die stellvertretenden Chefredakteure Andreas Bahner, zuständig für die Lokalredaktionen, und Uwe Renners, Digitales, natürlich auch am Samstag gerne, als sie das Haus beim Rheinland-Pfalz-Tag in der Hohenstaufenstraße repräsentierten. Aber auch Kritik war zu hören. Darunter wieder ein Thema, das die Redaktion selbst besonders ärgert: Rechtschreibfehler. Margarete Frank (70) aus Landau muss sich auf dem Rheinland-Pfalz-Tag erst zurechtfinden. Die ausgehängten Pläne findet sie nicht sehr informativ, da seien gar nicht alle Stände abgebildet, gibt sie zu Protokoll. Und ein anderes Anliegen hat sie außerdem: Sie wünscht sich von der Redaktion eine größere Schrift für die tägliche Zeitungslektüre. Hannelore Perret, die mit der Verwandtschaft aus Thüringen den Stand besucht, ist rundum zufrieden mit ihrer Zeitung, liest das Lokale, aber auch die Politik. Sie selbst, Jahrgang 33, fühlt sich auch nicht so alt und ist gesegnet mit „drei intelligenten Enkeln“. Angelika und Hans Schwarz lesen seit 62 Jahren das Pfälzer Tageblatt aus Landau. Sie kritisieren die vielen Fehler in der Zeitung und weisen dem zerknirschten Redakteur am Stand gleich nach, dass eine Zahl in der aktuellen Ausgabe nicht stimmen kann. Beschrieben wird ein Wanderweg, der an der Siebeldinger Hütte vorbeiführt, von Hertlingshausen nach Petit Wingen im Elsass, und nur 22 Kilometer lang sein soll. „Da fehlt vorne sicher eine 1“, bemerkt Leser Schwarz, „das ist ein Fernwanderweg.“ Kein Thema ärgert die Redaktion mehr als die eigenen Fehler. Die wortreiche Entschuldigung, dass in diesen brütend heißen Tagen die Redaktion auch mehr Fehler macht, wird mit großem Verständnis aufgenommen. Max Berger (23) hat gerade seinen Bachelor in Politik in München abgelegt und ist wieder zu Hause in Klingenmünster eingezogen. Die Kommunalpolitik interessiert, wenn er die Zeitung des Opas zur Hand nimmt. An der RHEINPFALZ schätzt er den Politikteil, aber in München hat er sich anders informiert, über FAZ, „Zeit“ und Deutschlandfunk im Internet. Viele Leser freuen sich auf das Sommerrätsel und berichten wie Rosemarie und Ludwig Röhrig aus Ottersheim davon, dass sie sich die Aufgabe jeden Morgen fair teilen. Das Zeitungsmachen sei ein „Saisongeschäft“, stellen die Röhrigs kenntnisreich fest. Jetzt sei das Thema Kommunalwahl interessant, nach dem Start der Fasnachtskampagne wanderten die Prinzenpaare durchs Blatt. An den Röhrigs ist auch zu sehen, dass sich selbst altgediente Ehepaare in der Bewertung der Zeitung nicht immer einig sind. Während Rosemarie feststellt, dass schon „sehr viel Sport“ in der Zeitung sei, äußert sich Ludwig Röhrig großzügiger: „Das ist schon gut, dass er da ist.“ Da dürfte die Einigung am Montag ja nicht schwerfallen, denn der Sport erscheint montags immer im eigenen Buch, wie es in der Zeitungsbranche heißt, also als eigener Teil. Natürlich waren nicht nur die Chefs am RHEINPFALZ-Stand, sondern auch die Kollegen aus der Online- und von der Lokalredaktion in Landau. Das gesamte Team war an drei Tagen in Annweiler unterwegs, angeführt von Judith Hörle, der zuständigen Redakteurin für die Verbandsgemeinde Annweiler. Sie hat die Berichterstattung minutiös geplant. So wusste jeder Redakteur, wo er auf jeden Fall wann sein sollte. Unter Federführung der Online-Redaktion bestückten die Kollegen dazu auch noch einen Live-Blog auf der Internetseite der RHEINPFALZ. Fotos und kurze Texte wurden in kurzen Abständen eingespielt, sodass immer wieder Eindrücke des Rheinland-Pfalz-Tags vermittelt werden konnten. Einziges Manko: Wer nicht auf Telekom oder Vodafone als Provider vertrauen kann, der hatte Sendepause und kam erst auf dem Heimweg wieder ins Geschäft.