Rheinland-Pfalz Zahlen und Fakten zum Hochstraßenabriss

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Chronologie der Planungen

Seit fast einem Jahrzehnt wird mittlerweile über den Abriss der Hochstraße Nord (B 44) debattiert, der tatsächliche Beginn des Bauprojekts hat sich seitdem jedoch immer wieder verzögert. Starke Korrosion hatte eine derartige Maßnahme erforderlich gemacht. Als Ersatz sollte eine ebenerdige, 860 Meter lange Stadtstraße entstehen. Die Bauzeit wurde mit acht bis zehn Jahren angegeben. Vor dem Beginn der Abrissarbeiten sollte die Hochstraße Süd (B 39) saniert werden, um als Ausweichstrecke dienen zu können. Mittlerweile ist dieser Plan passé: Nach einer Sitzung des Bauausschusses im Januar 2019 wurde der Sanierungsplan der Hochstraße Süd für gescheitert erklärt. Grund dafür war unter anderem, dass die Schäden an einem bestimmten, 500 Meter langen Streckenabschnitt, der "Pilzhochstraße", sich als weitaus umfangreicher erwiesen hatten als zuvor angenommen. Eine im Anschluss als Stützbauwerk geplante Galerie gab man Mitte Januar 2019 wieder auf. Stattdessen einigte sich die Stadtregierung darauf, zwischen 2021 bis 2023 die Nordstraße zuerst abzureißen und hinterher ab 2029 die Südstraße zu sanieren. Dazu gab - und gibt - es allerdings erhebliche Bedenken aus der lokalen Wirtschaft, unter anderem der BASF. Es werden beispielsweise Belieferungsschwierigkeiten befürchtet, da kaum noch Lkw zu den Betrieben gelangen könnten.

Kosten

Auch die Kosten für den Abriss der Hochstraße Nord sind zwischen 2018 und 2019 erheblich gestiegen: Ging man zu Beginn noch von 275 Millionen Euro aus, stieg der Betrag bald auf 310 Millionen. Mit dem Kauf des Rathaus-Centers kommen noch einmal 46 Millionen dazu. Seit Oktober 2018 (die Rheinpfalz berichtete) gibt es Schätzungen, die sogar schon bei 529 Millionen liegen. Nach Angaben der Stadt sind diese höheren Kosten auf inflationsbedingte Baupreissteigerungen zurückzuführen. Im Jahr 2018 lagen diese bei sieben Prozent. Die Kosten für die mittlerweile verworfene Südtrassensanierung werden auf 120 Millionen geschätzt. Die Stadt hatte außerdem für Planungen und Vorarbeiten bereits weitere 55 Millionen Euro zusätzlich zu den Gesamtkosten ausgegeben.

Zuschüsse

Bund, Land und Stadt hatten sich im Herbst 2017 auf eine Aufteilung der förderfähigen Kosten für die Nordtrasse geeinigt: 60 Prozent übernimmt der Bund, das Land 25 und die Stadt 15. Die förderfähigen Kosten lagen zu diesem Zeitpunkt bei 260 Millionen Euro bei Gesamtkosten von 290 Millionen. Aufgrund der immensen Kostensteigerung für das Bauprojekt sind diese Zahlen jetzt allerdings nicht mehr relevant. Es gab bereits Nachverhandlungen, konkrete Ergebnisse liegen noch nicht vor.

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