Rheinland-Pfalz
Vier weitere Pfälzer Landkreise in der Corona-Gefahrenstufe
Außerdem zählen in der Pfalz noch die Stadt Landau und der Kreis Bad Dürkheim zur Gefahrenstufe. Bezogen auf Rheinland-Pfalz ist die Anzahl der bestätigten Corona-Infektionen innerhalb von 24 Stunden um 439 gestiegen. Das ist die höchste Zunahme seit Beginn der Pandemie Ende Februar.
Eine Hochzeit in der Verbandsgemeinde Hauenstein (Kreis Südwestpfalz) hat weitere Auswirkungen für die Stadt Landau: Nun muss auch die protestantische Kita im Stadtteil Godramstein geschlossen werden. Ursache ist die Infektion eines Kindes, die mit dem Fest in Verbindung stehen soll. Die betroffenen 53 Kinder und elf Mitarbeiter werden nach Angaben der Stadtverwaltung getestet. Auch eine Infektion der vor wenigen Tagen geschlossenen Kita in Eußerthal (Kreis Südliche Weinstraße) wird auf die Hochzeit zurückgeführt.
Baldauf sagt alle Termine ab
Der CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl und Vorsitzende der Landtagsfraktion, Christian Baldauf, habe sich vorsorglich selbst isoliert, teilte die Partei am Mittwoch mit. Demnach ist Baldauf vom Gesundheitsamt Trier-Saarburg darüber informiert worden ist, dass er eine Veranstaltung besucht hat, an der eine positiv getestete Person teilgenommen hat. Wie die CDU weiter mitteilt, hat Baldauf alle Termine bis einschließlich Freitag abgesagt und sich inzwischen einem Coronatest unterzogen. Er sei wohlauf und zeige keinerlei Krankheitssymptome. Am Samstag sei ein zweiter Test geplant.
Virus in Wohnheimen
In Frankenthal sind zwei in städtischen Wohnheimen lebende Personen positiv auf Covid-19 getestet worden. Das hat die Stadtverwaltung am Mittwoch mitgeteilt. Bei den Betroffenen handele es sich um Geflüchtete. Sie stehen jetzt unter Quarantäne und sind in Einzelzimmern untergebracht. Vorsorglich wurden zudem 45 Kontaktpersonen ebenfalls unter Quarantäne gestellt.Weichel warnt vor HalloweenDer Kaiserslauterer Oberbürgermeister Klaus Weichel (SPD) hat von Halloween-Feierlichkeiten abgeraten. „Dass Kinder in den Abendstunden in größeren Gruppen um die Häuser ziehen, um bei den Nachbarn ,Süßes oder Saures’ zu verlangen, stellt in diesem Jahr angesichts der Infektionsgefahr ein unkalkulierbares Risiko dar“, sagte Weichel.
Wahlen in Corona-Zeiten
Im Kreis Germersheim wird am Sonntag in der Verbandsgemeinde Hagenbach ein neuer Verbandsbürgermeister und in Rheinzabern eine neue Ortsbürgermeisterin gewählt. Beide Wahlen dürften zu einem Testlauf für die rheinland-pfälzische Landtagswahl am 14. März werden. Die Hygienekonzepte beider Kommunen schreiben einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen vor. Vor dem Betreten des Wahlraumes muss sich jeder die Hände desinfizieren, das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist im jeweiligen Gebäude verpflichtend. Mit einer Ausnahme: Weil laut Landeswahlordnung ein Verhüllungsverbot für Wähler gilt, entfällt die Maskenpflicht für die Zeit, in der man sich am Tisch des Wahlleiters aufhält.
In den Wahlkabinen werden nicht wie gewohnt Stifte ausgelegt. Stattdessen bekommt jeder Wähler einen eigenen Stift zu seinem Wahlzettel dazu. Alternativ dürfen auch eigene Stifte mitgebracht werden. Damit genügend Schreibgeräte vorhanden sind, wurden Tausende Stifte geordert. Die Wahlkabine selbst wird nach jeder Stimmabgabe desinfiziert.