Rheinland-Pfalz Viel Lob für die Nachwuchsjournalisten

«Ludwigshafen.» Die 13 besten Schülerzeitungen der Pfalz sind gestern beim neunten Schülerzeitungswettbewerb der RHEINPFALZ in Ludwigshafen ausgezeichnet worden. Die Sieger haben sich für den Bundeswettbewerb qualifiziert.
13 aus 23 – die Jury des RHEINPFALZ-Wettbewerbs hatte schon einen Monat zuvor die Qual der Wahl. Jeweils die drei besten Schülerzeitungen aus den Grund-, Förder- und Realschulen sowie der Gymnasien mussten ermittelt werden. Dazu kamen die Online-Portale, hier bewarben sich erstmals fünf Schulen. Aber nicht nur die Jury, auch die Jungredakteure in den Schulen hatten die Qual der Wahl, sagte Andreas Bahner, stellvertretender RHEINPFALZ-Chefredakteur, bei der Preisverleihung. Was sei wichtig für den Leser? Was sei weniger wichtig? All das müssten die Nachwuchsjournalisten bedenken, wenn sie ihre Zeitung planen und schreiben. Es gebe genügend kritische Themen an der Schule, derer sich eine Schülerzeitung annehmen könne: Handyverbot, defekte Heizungen, Schulessen nannte Bahner als Beispiele. „Wenn ihr berichtet habt, merkt ihr, was dann passiert.“ Es gebe Reaktionen – seien es ablehnende, kritische oder auch zustimmende. „Diese Art von offener Auseinandersetzung ist wichtig für die Demokratie“, hob Bahner die Relevanz freier Berichterstattung auch in der Schule hervor. „Schreibt, was euch aufregt und was ihr gut findet“, schloss sich Klaus Sundermann, Ministerialrat im Mainzer Bildungsministerium, an. Gerade in einer Zeit, in der freie Berichterstattung unter Druck gesetzt werde, sei es besonders wichtig, das Grundrecht auf Meinungsfreiheit zu verteidigen. Zudem gab Sundermann Einblick in die Bewertungskriterien der Jury, der auch er angehört hatte. Der wichtigste Tipp für die Nachwuchsjournalisten an den Schulen: Es komme zwar hauptsächlich auf den Inhalt an, aber ein guter Mix aus den unterschiedlichen Stilformen gehöre auch zu einer gelungenen Schülerzeitung. Die 13 Sieger durften sich gestern nicht nur über Urkunden, sondern auch über ein Preisgeld freuen. 500 Euro erhielten die erstplatzierten Redaktionen, 300 Euro die zweiten und 200 Euro die dritten Preisträger. Die Preisträger —Grundschulen: 1. Woogbachschule Speyer; 2. Grundschule Ruhbank-Erlenbrunn, Pirmasens; 3. Rheinschule, Bobenheim-Roxheim. —Förderschulen: 1. Siegmund-Crämer-Schule, Bad Dürkheim; 2. Fritz-Walter-Schule, Kaiserslautern; 3. Schule an der Blies, Ludwigshafen. —Realschulen plus: 1. St. Katharina-Realschule, Landstuhl. —Gymnasien: 1. Geschwister-Scholl-Gymnasium, Ludwigshafen; 2. Hans-Purrmann-Gymnasium, Speyer; 3. Albert-Einstein-Gymnasium, Frankenthal. —Online: 1. IGS Georg-Friedrich-Kolb, Speyer; 2. Leininger Gymnasium, Grünstadt; 3. Käthe-Kollwitz-Gymnasium, Neustadt.