Kommentar Verfehlter Impfstart
Lange Zeit versprach das Gesundheitsministerium in Mainz, sobald der Impfstoff da ist, sind wir startklar. Das implizierte, dass alte Menschen in den Heimen nur noch die Arme hochkrempeln müssten für die Spritze. Das ist mitnichten so. Es sind mehr Impfdosen da als bereite Arme. Gerade einmal zwölf Prozent des vorhandenen Vakzins wurden am Sonntag landesweit verabreicht. Viele Heime waren und sind nicht so weit, in der Vorderpfalz mangelt es laut der Stadt Speyer an Impfteams. Sicher, es ist eine Premiere, gewaltig viel Arbeit.
Mangelnde Transparenz
Und die Pflegekammer sowie die Pflegegesellschaft sind fürs Erste zufrieden, dass es unter dem hohen Zeitdruck losgehen konnte. Dass es hakt, ist verständlich. Nicht aber, dass das als guter Start verkauft wird. Gepaart mit mangelnder Transparenz. Am Montag gab es weder vom DRK noch vom Ministerium konkrete Auskünfte. Und die nächsten Probleme stehen an: Wie werden Pflegebedürftige zu Hause geimpft? Wie sollen 20 Impfteams bei 600 Heimen im Land genügen?
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