Meinung RHEINPFALZ Plus Artikel Unter Schmerzen

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Die Krankenhaus-Debatte zwischen dem Land auf der einen sowie den Trägern und der Politik vor Ort auf der anderen Seite wird schmerzhaft.

Einfach weitermachen wie bisher, geht nicht. Zu viele Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz schreiben rote Zahlen. Die Insolvenz der DRK-Kliniken mit Standorten in Rheinhessen und im Landesnorden zeigt den Handlungsdruck, der auf der Gesundheitspolitik lastet. Die Defizite beispielsweise des Klinikums Ludwigshafen und des Westpfalzklinikums, aber auch kleinerer Häuser wie der Stadtklinik Frankenthal hinterlassen tiefe Spuren in den Haushalten ihrer Trägerkommunen. Die Kunst wird darin bestehen, mit den Instrumenten der Krankenhausreform des Bundes einerseits eine wirtschaftliche Struktur zu schaffen, andererseits eine wohnortnahe und qualitativ gute stationäre Versorgung hinzubekommen – in Städten und auf dem Land. Ohne Kompromisse und scharfe Debatten vor Ort wird das nicht abgehen. Die geplanten Regiokliniken, eine Mischform aus Krankenhaus und ambulanten Angeboten, können dort eine Lösung darstellen, wo der Betrieb eines klassischen Grundversorgers personell und finanziell keinen Sinn mehr ergibt. Die entscheidende Frage lautet: Bringt die Politik im Vorfeld der Landtagswahl den Mut für schmerzhafte Operationen auf?

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