Rheinland-Pfalz Uniklinikum: Vier Anzeigen zu Missbrauchsverdacht

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«Homburg/Kaiserslautern.» Im Zusammenhang mit den Missbrauchsvorwürfen gegen einen früheren Assistenzarzt des Universitätsklinikums des Saarlandes (UKS) in Homburg liegen der Staatsanwaltschaft Saarbrücken vier Strafanzeigen vor. Die Saarbrücker Anwältin Claudia Willger, die zwei mögliche Opfer vertritt, hat nicht nur einen Klinikleiter, sondern auch die früher ermittelnde Staatsanwältin, die Justiziarin des Klinikums sowie eine Oberärztin – eine mögliche Vorgesetzte des mittlerweile verstorbenen Assistenzarztes – angezeigt. Darüber informierte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Staatsanwalt Mario Krah, gestern auf Anfrage. Willgers Strafanzeige beinhalte keine bestimmten Tatbestände, so Krah. Ob ermittelt wird, werde jetzt geprüft. Die Anzeige gegen die Staatsanwältin wird an die übergeordnete Stelle, die Generalstaatsanwaltschaft Saarbrücken, weitergeleitet. Gegen den damaligen Mediziner in Facharztausbildung wurde wegen sexuellen Missbrauchs in 34 Fällen ermittelt. Er soll Kinder unnötigerweise im Intimbereich untersucht haben. Die früheren Ermittlungen dauerten von Januar 2015 bis zum Tod des jungen Mannes im Sommer 2016.

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