Rheinland-Pfalz Umweltministerium: Lage bei Afrikanischer Schweinepest stabilisiert
Im Dezember waren 59 Fälle bei Wildschweinen in Rheinland-Pfalz bestätigt. Eine gute Nachricht laut Ministerin Eder: Das Kerngebiet mit den infizierten Wildschweinen habe sich seitdem nicht verändert. Vor allem in der Rheinschiene hat sich die Tierseuche bisher ausgebreitet. Betroffen sind laut Umweltministerium bisher die Kreise Mainz-Bingen, Alzey-Worms und mittlerweile auch der Rhein-Hunsrück-Kreis. Dort gab es bisher jedoch nur einen dokumentierten Fall. Auch in der Pfalz gab es im August einen Nachweis bei einem Hausschwein in einem Kleinstbetrieb in Gerolsheim (Kreis Bad Dürkheim).
Linksrheinisch ausgebreitet
Die Afrikanische Schweinepest war zuvor in Hessen festgestellt worden und hatte sich schließlich linksrheinisch ausgebreitet. Man erwarte in den kommenden Wochen noch weitere dokumentierte Fälle, da kontinuierlich nach infizierten Wildschweinkadavern mit Kadaversuchhunden gesucht werde, so Eder weiter. Auch auf weitere Ausbrüche bereite man sich vorsorglich vor. Das Ziel sei jetzt, die Kernzonen frei von Wildschweinen zu bekommen. Dazu sollen unter anderem Fallen aufgestellt werden. Auf die Jagd werde verzichtet, um die Tiere nicht noch weiter aufzuschrecken und so zu versprengen.
Barrieren sollen Wanderung verhindern
Insgesamt 200 Kilometer Elektrozaun wurden laut Umweltministerium inzwischen errichtet. Damit sollen die Wanderbewegungen von Wildschweinen insbesondere ins westliche Rheinland-Pfalz verhindert werden. Die Zäune verlaufen von Oppenheim bis Osthofen entlang der B9, am Rhein von Mainz bis Ludwigshafen sowie entlang der Autobahnen A60, A63, A61 und A650. Sie sollen durch feste Wildschutzzäune ersetzt werden. Eine vollständige Schließung der Durchlässe entlang der eingezäunten Autobahnabschnitte ist laut Umweltministerium ebenfalls geplant, was sich jedoch aufgrund von baulichen Hindernissen wie Brücken und Unterführungen schwierig gestalte.