Rheinland-Pfalz Schwere Vorwürfe: Tierschutzverein wählt Vorsitzende ab

«Kirchheimbolanden.» Turbulent verlaufen ist die Jahreshauptversammlung des Tierschutzvereins Donnersbergkreis. Dabei ist am Donnerstagabend die bisherige Vorsitzende nach 25 Jahren im Amt abgewählt worden. Außerdem wurde ihr die Entlastung verweigert. Stattdessen wurden schwere Vorwürfe gegen ihre Amtsführung laut.
In einem anonymen Brief, der von einem Vereinsmitglied vorgelesen wurde, war der bisherigen Vorsitzenden „fahrlässiges und unprofessionelles Verhalten“ im Tierheim vorgeworfen worden. Unter anderem soll sie das Einschläfern eines Hundes veranlasst haben, der bissig gewesen sei. Zudem soll sie laut diesem Brief Blanko-Spendenquittungen verteilt haben. Außerdem wurde ihr vorgeworfen, dass sie in einer Wohnung des Tierschutzvereins wohne und sich für die 200 Euro Miete selbst Spendenquittungen ausstelle. Die bisherige Vorsitzende nannte das Vorgehen eine „feindliche Übernahme“ und ein „abgekartetes Spiel“. Sie werde versuchen, die Wahl anzufechten. Am Freitag fügte sie auf Nachfrage hinzu, dass sie dabei sei, gemeinsam mit Mitgliedern, die sie unterstützten, rechtliche Schritte zu prüfen.