Rheinland-Pfalz Patientenhotel schuld an DRK-Finanznot

Ludwigshafen (unn). Der Kreisverband Vorderpfalz des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) wird sein Patientenhotel in Ludwigshafen Ende März schließen. Das 2011 eröffnete Haus hat sich als unwirtschaftlich erwiesen und die drohende Zahlungsunfähigkeit des Verbands ausgelöst, wie Geschäftsführer Michael Kurz gestern erklärte.
7,3 Millionen Euro hatte das DRK in sein Patientenhotel mit 48 Einzel- und sieben Doppelzimmern investiert. Gedacht ist es als Zwischenstation für Patienten vor oder nach einer Krankenhausbehandlung, für Angehörige, aber auch für andere Gäste. Doch die Rechnung ist nicht aufgegangen, das Hotel hat ein Auslastungs- und der DRK-Verband damit ein Finanzproblem. Ende vergangener Woche beantragte er Gläubigerschutz und soll nun in einem Schutzschirmverfahren saniert werden (wir berichteten). Bis Ende April haben die Verantwortlichen Zeit. Ziel ist es, den gesamten Betrieb zu sanieren.
Gespräche mit Banken und Lieferanten verliefen positiv, bislang seien keine Probleme aufgetreten, die eine Sanierung erschwerten, sagte der Generalbevollmächtigte Robert Schiebe gestern.