Rheinland-Pfalz Nach Todes-Stichen: Verdächtige müssen in Psychiatrie

«Pirmasens/Homburg.» Die Polizei hat einen Verdächtigen gefasst, der in Homburg eine Frau erstochen haben soll. Deren Leiche war am Montag in ihrer Wohnung entdeckt worden. Der mutmaßliche Täter wurde in die Psychiatrie eingewiesen. Dort haben die Behörden jetzt auch eine 30-Jährige untergebracht, die nach eigener Aussage am Sonntag in Pirmasens ihren Partner umbrachte.
Dass die 30-Jährige im Pirmasenser Fall tatsächlich die Täterin war, daran haben die Ermittler derzeit keinen Zweifel. Ihren Partner soll sie am Sonntagabend getötet haben, am Montagnachmittag stellte sie sich dann der Polizei. Mittlerweile hat ein Richter entschieden, dass sie einstweilen im Pfalzklinikum in Klingenmünster untergebracht wird. Offenbar leidet sie an Wahnvorstellungen. In den kommenden Wochen soll sie daher ein Sachverständiger begutachten, der einschätzen kann, ob sie überhaupt schuldfähig ist. Und die Leiche ihres 58-jährigen Partners wird in den nächsten Tagen in Homburg obduziert. Dort ist auch die Leiche einer 42-Jährigen untersucht worden, die ein Bekannter am Montagabend in ihrer Homburger Wohnung entdeckt hatte. Das Ergebnis: Die Frau aus der Drogenszene ist durch mehrere Messerstiche verletzt worden und dann verblutet. Für diese Tat verantwortlich machen die Ermittler inzwischen einen 27-Jährigen. Auf die Spur dieses Mannes hat sie der Zeuge gebracht, der die Leiche entdeckt hatte. Denn er erinnerte sich daran, dass er den Verdächtigen getroffen hatte, als er die Frau am Sonntag besuchte. Den mutmaßlichen Täter belastet aber nicht nur dieser Hinweis. An seiner Hand sind auch Schnittverletzungen, die er sich bei der Tat zugezogen haben dürfte. Untergebracht wird er jetzt einstweilen in der Psychiatrie der Homburger Uniklinik. Und damit dort, wo er sich gerade befand, als ihn die Polizei am Dienstagabend festnahm. Denn da befand er sich gerade in psychiatrischer Behandlung.