Pirmasens RHEINPFALZ Plus Artikel Mehr Arbeitsplätze dank Turboflächen? So geht es in Pirmasens weiter

Die Turbofläche zwischen Gottelsberg und L600.
Die Turbofläche zwischen Gottelsberg und L600.

In den kommenden Jahren sollen in Pirmasens drei neue Gewerbegebiete entstehen – bei Winzeln, Gersbach und Fehrbach. Die Vorbereitungen für die Turboflächen schreiten voran.

Damit sich künftig mehr Gewerbe- und Industriebetriebe in Pirmasens ansiedeln – und damit mehr Arbeitsplätze entstehen –, ist die Horebstadt Teil des landesweiten Turboflächen-Projekts. Insgesamt sollen drei Flächen im Norden und Nordwesten der Stadt so erschlossen werden, dass sie bei Bedarf möglichst schnell bebaut werden können. Konkret geht es zum einen um die Gebiete Gottelsberg (24 Hektar) und Eischberg (43 Hektar) bei Gersbach. Sie liegen östlich der L600 und sind über die Auffahrt Winzeln an die A8 angebunden. Zum anderen soll der Staffelberg östlich von Fehrbach mit seiner B10-Anbindung zur Turbofläche werden.

Bereits im vergangenen Jahr hat die Stadt mit Unterstützung des Landes Machbarkeitsstudien für die drei Flächen erstellen lassen. Inzwischen habe die nächste Phase begonnen, wie Stadtplanungschef Karsten Schreiner am Montag im Hauptausschuss berichtete. In dieser soll laut Schreiner beispielsweise bis Ende des Jahres ein sogenannter Projektenwicklungsplanentwurf erstellt werden. Er soll die Basis für eine weitere Förderung des Landes sein. So ist vorgesehen, die Erstellung von Steuerungs-, Bauleitplanungs- und Fachplanungsleistungen sowie sonstige erforderliche Beratungs- und Managementleistungen mit Geldern aus Mainz zu finanzieren.

Staffelberg zuerst dran

Um diese finanzielle Unterstützung aus der Landeshauptstadt zu erhalten, braucht es einen weiteren Ratsbeschluss. Der Pirmasenser Hauptausschuss hat dafür bereits die Weichen gestellt und der Fortführung des Projekts mehrheitlich zugestimmt – aus Reihen der AfD-Fraktion gab es eine Gegenstimme und drei Enthaltungen. Die finale Entscheidung trifft der Stadtrat bei seiner Sitzung am Montag, 15. Juni.

Stimmt auch der zu, soll unverzüglich in die Planungen für den Staffelberg eingestiegen werden, kündigte Schreiner an. Für die Fläche bei Fehrbach soll bis Ende 2028 ein rechtskräftiger Bebauungsplan aufgestellt werden.

Alle drei Flächen wurden von der Stadtverwaltung in sogenannte Zielebenen eingeordnet. Die Turbofläche Staffelberg läuft unter Zielebene 1 und soll als Erstes realisiert werden. Danach folgt Gottelsberg (Zielebene 2), wo Eischberg (Zielebene 3) langfristig als Erweiterung andocken soll. Grundlage für die Reihenfolge sind die Machbarkeitsstudien aus dem vergangenen Jahr.

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