Rheinland-Pfalz Nach Mord in Bar schwierige Spurensuche

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«Speyer». Mit Schusswaffe und Messer sowie mit Tritten oder Schlägen wurde im August 2012 in der Speyerer Nachtbar „Thai Orchidé“ eine 57-jährige Bedienung getötet. Wegen Mordes und Raub mit Todesfolge ist deshalb ein 47-Jähriger aus der Verbandsgemeinde Lambrecht am Landgericht Frankenthal angeklagt.

Kein Wort hat der Angeklagte bisher zu den Vorwürfen gesagt, nur über seinen Anwalt mitteilen lassen, dass er nicht der Täter sei. Bei der Frage, ob die Anklage stimmt, spielen Gutachter eine gewichtige Rolle. So ging es am gestrigen dritten Verhandlungstag um einen Arbeitshandschuh, der etwa zwei Monate nach der Tat bei einer Durchsuchung der Wohnung des Angeklagten gefunden wurde und mit dem sich Experten des Bundes- und des Landeskriminalamts intensiv beschäftigt haben. Eine sogenannte Mischspur mit DNA des Angeklagten und der Frau hat eine Biologin auf dem Handschuh gefunden. Ob Blut oder eine andere Körperflüssigkeit diese Spur verursacht hat, das könne man nicht sagen, so die Expertin. Es sei auch nicht möglich festzustellen, wann und wie die Spur auf den Handschuh gekommen ist. Sicher sei, dass eine andere Spur auf dem Handschuh vom Blut des Angeklagten stammt. Unter ein Rasterelektronenmikroskop hat ein Sachverständiger für Schmauchspuren den Handschuh gelegt und dabei Schmauchspuren wie Bleipartikel entdeckt. Ob die auf einen Schuss zurückzuführen seien, „das kann man nicht sicher sagen“, so auch dieser Experte. „Das funktioniert nicht so, wie im Fernsehen“, antwortete ein Kripobeamter auf die Frage nach dem Todeszeitpunkt. Den könne man nicht sicher feststellen. Sicher sagen konnte ein Rechtsmediziner, dass mehrere Verletzungen zum Tod der Frau geführt haben. So seien durch Tritte oder Schläge unter anderem der Kehlkopf der Frau geborsten und ihr Zungenbein gebrochen. Ein Schuss und ein Messerstich in die Brust waren weitere Verletzungen. Es sei sehr selten, dass ein Täter mit Messer, Waffe und zugleich körperlicher Gewalt auf ein Opfer losgeht, so der Rechtsmediziner.

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