Rheinland-Pfalz
Kommentar: Vielversprechender Start

Wie werbewirksam die Pfalzcard ist, wird sich zeigen. An der Nutzungsquote allein ist dies aber nicht messbar.
Nach der schwierigen Geburt der Pfalzcard läuft es in der ersten Saison mit diesem neuen touristischen Marketing-Instrument bisher erfreulich gut. Die durchschnittliche Nutzungsquote dürfte manchem zwar recht niedrig erscheinen, doch gilt es dabei einiges zu bedenken: Außer der Neuheit der Karte vor allem, dass zu deren Verwendung als Gratisfahrschein für den Öffentlichen Personennahverkehr leider keine Zahlen erhebbar sind – womit bei der Berechnung der Quote ein gewichtiger Faktor fehlt, der sie sicher steigen ließe.
Schwer messbar
Und grundsätzlich ist zu sagen: An der Nutzungsquote allein ist nicht messbar, wie das „All-Inclusive-Ticket“ bei Touristen ankommt. Viele kennen so etwas doch aus eigener Erfahrung als Urlauber in anderen Gebieten: Man freut sich über ein solches „Bonbon“ von seinem Gastgeber, selbst wenn man gar keine Gelegenheit hat, es auszukosten. Doch allein schon zu wissen, was man alles kostenlos in Anspruch nehmen könnte, wenn man wollte, ist toll und wird beim Aufenthalt als Mehrwert geschätzt. Und vielleicht nimmt man sich vor, unbedingt wiederzukommen und die Offerten dann zu nutzen ...
Bevorzugte Unterkunft in Zukunft mit Pfalzcard
Die Pfalzcard muss freilich auch erst mal bekannter werden. Dazu beitragen können auch Bewertungen im Internet und Mund-zu-Mund-Propaganda. Es ist jedenfalls stark anzunehmen, dass künftig Gäste vermehrt bei der Auswahl ihrer Unterkunft ein Haus bevorzugen werden, in dem sie als Zusatzgabe die Pfalzcard erhalten. Vielleicht könnte dies bei noch zögernden Gastgebern den Anstoß dazu geben, doch endlich ebenfalls einzusteigen in das Projekt, von dem die gesamte Tourismusregion Pfalz profitieren kann.