Rheinland-Pfalz Klimawandel mit Dominosteinen erklärt

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«Trippstadt/Lahnstein.» Die Erwärmung der Erde ist auch in den Schulen Topthema: Immer mehr Jugendliche suchen mit Hilfe der mobilen Lernwerkstatt „Klimawandelweg“ Antworten auf drängende Fragen.

Dabei symbolisieren zum Beispiel nacheinander fallende Dominosteine die Kettenreaktionen einer Erderwärmung um zwei Grad. „Unser „Klimawandelweg“ ist mit seinen Lernstationen ein Erfolgsmodell“, sagt Astrid Kleber vom Rheinland-Pfalz Kompetenzzentrum für Klimawandelfolgen in Trippstadt (Kreis Kaiserslautern). Bislang gebe es zwei Exemplare dieser Lernwerkstatt im Land, zwei weitere sollen 2020 in Umlauf kommen. Vor allem weiterführende und berufsbildende Schulen können sie anfordern. „Seit einer Lehrerfortbildung 2018 ist unser „Klimawandelweg“ komplett ausgeliehen“, ergänzt die Biologin. Das Johannes-Gymnasium in Lahnstein hat die Lernmaterialien gerade eingesetzt. Der 16-jährige Schüler Nelson Djifroudi sagt: „Der „Lernwandelweg“ zeigt, dass das Thema wirklich uns alle betrifft. Gut ist, dass die Materialien sehr auf Rheinland-Pfalz bezogen sind.“ Seine Biologielehrerin Andrea Eberle berichtet, zuvor hätten die Schüler im Wald in Zusammenarbeit mit dem Forstamt Lahnstein abgestorbene Bäume gesehen – Opfer von Borkenkäfern, die sich im Zuge des Temperaturanstiegs verstärkt vermehren. Dann hätten die Schüler klimaresistentere nordamerikanische Küstentannen nachgepflanzt. „So etwas macht den Klimawandel sehr anschaulich“, sagt Eberle. Beim „Klimawandelweg“ bearbeiten die Schüler neun oder zehn Stationen in Kleingruppen. Zum Beispiel können sie mit einem einfachen Bildschirmrahmen eine fiktive Nachrichtensendung zu den Folgen des Klimawandels in Rheinland-Pfalz erstellen. Oder mit Verkehrsschildern, die vor Starkregen und Überflutungen warnen, selbst geschriebene Reportagen illustrieren. Oder mit Krawatten eine Talkshow mit Wirtschaftsvertretern über Klimawandel in Szene setzen. Für Lehrer gibt es Informationen zur Vorbereitung. Laut Biologin Kleber hat eine kleine Firma den „Klimawandelweg“ individuell und teils aus massivem Holz für rund 8000 Euro pro Exemplar erstellt. „In anderen Bundesländern gibt es ähnliche Projekte, unseres Wissens aber nicht genau in der gleichen Art wie unser „Klimawandelweg““, sagt die wissenschaftliche Mitarbeiterin des Kompetenzzentrums für Klimawandelfolgen, das bei der Trippstadter Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft angesiedelt ist.

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