Rheinland-Pfalz RHEINPFALZ Plus Artikel Fortsetzung "Weingut Wader" — Regisseur nennt erste Details aus dem Drehbuch

Wie hier für den ersten Teil soll auch für die Fortsetzung von „Weingut Wader“ wieder im Hambacher Weingut Schäffer gedreht werd
Wie hier für den ersten Teil soll auch für die Fortsetzung von »Weingut Wader« wieder im Hambacher Weingut Schäffer gedreht werden. Erneut mit von der Partie (von links): Max von Pufendorf (Matthias Wader), Leslie Malton ( Käthe Wader), Caroline Harting (Tori Wader) und Henriette Richter-Röhl (Anne Wader).

Das große Zuschauerinteresse hat es möglich gemacht: Derzeit laufen in Deidesheim (Kreis Bad Dürkheim) die Vorbereitungen zu den Dreharbeiten für den dritten und vierten Teil des ARD-Familiendramas „Weingut Wader“. Dafür in die Pfalz zurückzukehren, war für die Film-Crew selbstverständlich. Der Stoff aus Familiengeheimnissen, Eifersucht und Starrsinn soll weitergestrickt werden. Wieder mit viel Herzschmerz zwischen den Weinbergen.

Mit 30 Koffern und Kisten sei er vergangene Woche in Deidesheim angerückt, berichtet Regisseur Tomy Wigand (66). Kein Wunder, immerhin will er bis in den Frühsommer bleiben. Nur ein einzelner Film war laut Wigand ursprünglich geplant gewesen. Direkt nach Drehende im Frühjahr 2018 seien aber alle Beteiligten so begeistert gewesen, dass die gesamte Crew im Sommer wieder anrückte, um in Hambach, Diedesfeld und Deidesheim mit Teil 2 die Fortsetzung des Familiendramas zu realisieren. Ausgestrahlt wurden die ersten beiden Folgen – „Die Erbschaft“ und „Das Familiengeheimnis“ – am 2. und 9. November. Kernthemen: Streitigkeiten um das Familienweingut, Betrug, junge Liebe und Heimatverbundenheit. Diese Mischung gepaart mit Bilderbuchaufnahmen der Weinstraßenregion und jeder Menge Pfälzer Charisma kam auch bei den Zuschauern an. Dank bester Einschaltquoten bei der Erstausstrahlung gab es Ende 2018 bereits grünes Licht für Teil 3 und 4.

Geschichte eng mit der Pfalz verknüpft

Dass auch diese Folgen im Raum Neustadt gedreht würden, stand für Regisseur Wigand außer Frage: „Die Geschichte ist eng mit der Pfalz verknüpft, das Hambacher Weingut Schäffer als Weingut Wader und die Vinothek Isler in Diedesfeld als Residenz von Christel und Bruno unabdingbar“, so der Filmemacher. Zur Erinnerung: Bruno ist so etwas wie der „Weingut Wader“-Filmbösewicht. Wigand ist jetzt für die finalen Vorbereitungen auf den Drehstart im April nicht das erste Mal zurück in der Region. Direkt nach der Entscheidung im Dezember für die zwei neuen Folgen und dann noch einmal Anfang des Jahres habe er sich nicht nur in Deidesheim nochmals intensiv umgeschaut, verrät Wigand. Etwa im „Deidesheimer Hof“, wo einst schon Helmut Kohl und weitere große Staatsmänner speisten. „Der untreue Ehemann Bruno soll dort ein standesgemäßes Fluchtquartier bekommen“, erzählt der Regisseur.

Reiterhof in Haßloch als Drehort im Gespräch

Außerdem habe er nach einem verwilderten Wingert gesucht, der hier aber gar nicht so einfach zu finden sei, so Wigand. Immerhin würden sich die realen Winzer mit der Pflege ihrer Weinberge viel Mühe geben. Neben bewährten Drehorten wie etwa dem historischen Café „Friederikus“ in der Neustadter Innenstadt habe er viele neue Ideen und Motive im Kopf. Darunter etwa das Neustadter Rathaus sowie einen Reiterhof in Haßloch. „Die Zeit bis zum Drehbeginn am 2. April verbringen wir jetzt auch mit zahlreichen Gesprächen und Mietverhandlungen“, verdeutlicht Wigand. Auch die Teile der Filmcrew trudelten jetzt nach und nach ein. Mit den Hauptdarstellern hingegen trifft sich der Regisseur erst noch einmal in Berlin. „Das wird richtig spannend, weil sie dann zum ersten Mal das Drehbuch zu lesen bekommen“, verrät er mit einem verheißungsvollen Lächeln im Gesicht.

Offene und unerschrockene Art der Pfälzer

Der Chef selbst war zuletzt, wie er sagt, „richtig nervös“. Eben, weil es noch so vieles zu klären gebe. Je näher er aber dem Ortsschild Neustadt und Deidesheim bei der Fahrt über die Autobahn gekommen sei, umso mehr habe sich Vorfreude bei ihm breit gemacht, so Wigand. Hier zu sein und zu arbeiten, sei eine tolle Sache. Genießen würden er und sein Team die offene und unerschrockene Art der Pfälzer, deren Gastlichkeit, das gesellige Beisammensein und die vielen Gaumenfreuden. Für den Dreh selbst ist das Filmteam noch auf der Suche nach Praktikanten in der Aufnahmeleitung sowie für den Bereich Kamera und Ausstattung. Außerdem wünscht sich Wigand drei bis vier Schauspielern gesetzteren Alters, die der Pfälzer Mundart mächtig sind. „Ich habe hier ein paar wunderbare kleine Theater gesehen“, so der Regisseur. Wer hieran Interesse habe, könne sich gerne melden. Ohnehin würden für Teil 3 und 4 so viele Statisten gebraucht wie für keinen anderen der ersten beiden Filme. Möglicherweise werde es deswegen auch wieder ein offenes Casting geben.

Bewährte Hauptfiguren und neue Charaktere

Neben einigen neuen Charakteren wie dem ein oder anderen Pfälzer Winzer dreht sich laut Wigand natürlich auch diesmal alles um die Hauptfiguren. Die betrogene Anne Wader (Henriette Richter-Röhl) etwa werde Kontra geben, Mutter Käthe (Leslie Malton) mache eine aufregende Entwicklung mit, Bruno Wader (Jürgen Heinrich) entwickle ein neues Geschäftsmodell, von dem noch keiner wisse, ob es fruchte, und die junge Tori (Caroline Hartig) stürze sich in Abenteuer. Außerdem, so Wigand, müsse nach wie vor geklärt werden, wohin die rund 9000 Liter verschwundenen Weins aus dem Hause Wader gekommen seien. Info Wer als Praktikant in Vollzeit in den Bereichen Aufnahmeleitung und Kamera/Ausstattung an dem Filmprojekt mitarbeiten möchte (Drehzeit ist von Ende März bis Mitte Juni) kann sich per E-Mail melden: bewerbungen.weingutwader@gmail.com

Regisseur Tomy Wigand.
Regisseur Tomy Wigand.
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