Meinung RHEINPFALZ Plus Artikel Erklärung zum Missbrauch: Späte Geste, starke Worte

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Die katholischen Heime waren im Bistum Speyer Schwerpunkte des Missbrauchs. Das Signal der Leiterinnen an die Opfer kommt spät, wirkt aber doch glaubwürdig.

Die Leiterinnen des Jugendwerks St. Josef, des Nardinihauses und des heutigen Caritas-Förderzentrums Nikolaus von Weis bitten zwei Wochen, nachdem die Missbrauchsstudie für das Bistum Speyer Vorfälle früherer Jahre in ihren Einrichtungen wieder in Erinnerung gerufen hat, um Vergebung. Sie gehen mit ihrer gemeinsamen Erklärung einen großen Schritt auf die Betroffenen zu. Sie finden starke Worte für das, was passiert ist. Sie suchen nach Wegen, daraus zu lernen. Diese Geste kommt angesichts dessen, was schon vor Veröffentlichung der Studie bekannt war, sehr spät. Ist diese Reaktion auch Folge des öffentlichen Echos auf die Erkenntnisse der Wissenschaftler? Bestimmt. Unabhängig von der Motivation bleibt sie wertvoll und wirkt in ihrer Intensität glaubwürdig.

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