Rheinland-Pfalz einwurf: Investieren statt zerschlagen

Das Mainzer Wissenschaftsministerium liebäugelt damit, die Universität Koblenz-Landau zu zerschlagen und den Standort Landau mit der TU Kaiserslautern zu fusionieren. Um das etwas netter klingen zu lassen, geistert als Arbeitstitel der Name „Pfalz-Universität“ für die neue Hochschule herum. Doch was verbirgt sich unter diesem Etikett? Die als problematisch angesehene Struktur einer auf zwei Standorte verteilten Uni bliebe erhalten. Und der Koblenzer „Rest“ würde in der Luft hängen. Von den Fächern her mögen sich Landau und Kaiserslautern ergänzen. Doch beide Hochschulen haben unterschiedliche Probleme und Strukturen. Gemeinsam ist ihnen, dass sie dringend Investitionen brauchen. Das Ministerium versichert zwar, dass es die Reform nicht als Sparstrumpf betrachtet. Doch warum investiert es dann nicht endlich in die erprobten Strukturen? Ein Umbau in eine Doppel-Uni würde Jahre dauern und die Kräfte beider Hochschulen unnötig beanspruchen.