Rheinland-Pfalz Der Polizist auf dem rosaroten Dog-Scooter

Wurden spontan zu einem Team: Polizist Christian Plötz und Pina.
Wurden spontan zu einem Team: Polizist Christian Plötz und Pina.

Über die Geschichte von einem gestandenen Polizisten auf einem rosaroten Dog-Scooter durfte seit Sonntag die Pfalz schmunzeln. Jetzt erzählt Christian Plötz von dem Einsatz, der ganz normal anfing und mit dem herzhaften Lachen der Kollegen auf der Wache endete. Am Sonntagmittag wurden Plötz und sein Kollege im Streifendienst zum Einsatz gerufen: Im Wäldchen am Friedrichsweg in Worms soll ein Jogger eine Frau beleidigt und dann von ihrem Roller gestoßen haben. Die Polizisten eilen zu Hilfe, doch kaum erblickt der Jogger das Blaulicht, ergreift er die Flucht. Die Beamten nehmen die Verfolgung auf. An ihrer Seite die Geschädigte Melanie Gerbig auf ihrem pinkfarbenen Roller. Ihre Hündin Pina Colada zieht ihr Frauchen, doch die erkennt: Sinnvoller wäre es, wenn der Polizist das Gefährt nähme und so schneller vorankäme. Also bietet sie ihm an, dass er den Dog-Scooter nimmt. Nach einer kurzen Einweisung hört Pina Colada auch tatsächlich auf die Befehle, die Plötz ihr gibt. Doch die Hündin gehorcht zu gut: Den Ruf „stehen bleiben“ ignoriert der Jogger, Pina allerdings stoppt. Und so rennt Plötz dann doch noch ein paar Meter selbst, eh er den Mann überwältigt. „Es war eine Straftat, wir wollten den Täter fassen, und wenn wir die Chance dazu haben, nutzen wir sie“, schildert der 26-jährige Polizist in sachlichem Ton. Doch ein Schmunzeln kann er sich nicht verkneifen. Denn was für ein Bild ein gestandener Mann in Uniform auf einem rosaroten Dog-Scooter abgibt, wurde ihm erst auf der Wache bewusst. Die Kollegen hatten schon von seinem Einsatz gehört und empfingen ihn lachend. Auch Pinas Frauchen kann heute über den Einsatz lachen. Dem Jogger hat sie längst die Hand gereicht: „Wir haben uns beide entschuldigt und sind wie zwei Erwachsene auseinandergegangen.“

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