Meinung RHEINPFALZ Plus Artikel Corona-Impfschäden: Was bei den Zahlen zu bedenken ist

Anstehen für eine Spritze: Noch nie sind so viele Menschen auf einmal geimpft worden wie in der Corona-Pandemie.
Anstehen für eine Spritze: Noch nie sind so viele Menschen auf einmal geimpft worden wie in der Corona-Pandemie.

Der Anstieg bei angeblichen Impfschäden ist heftig. Doch wer deshalb den „Querdenkern“ recht gibt, übersieht wichtige Faktoren.

Die „Querdenker“-Fraktion wird sich von diesen Zahlen bestätigt fühlen: Mittlerweile sind allein in Rheinland-Pfalz mehr als 400 Einträge eingegangen, in denen Menschen dauerhafte Gesundheitsprobleme auf ihre Corona-Impfung zurückführen. In den Jahren vor der Pandemie hingegen meldeten sich jährlich im Schnitt nur neun Personen, die einen Impfschaden geltend machten.

Ist der krasse Anstieg der Beweis dafür, dass die Corona-Impfung viel gefährlicher ist als andre Immunisierungen? Zu bedenken ist zunächst: Eine Impfung birgt – wie jeder andere medizinische Eingriff – stets ein Risiko. Dass Anti-Corona-Spritzen in Einzelfällen Schaden anrichten würden, war also von vornherein klar. So wie von vornerhein klar war, dass solche Fälle geballt auftreten würden.

Breite Debatte über Risiken

Denn noch nie haben so viele Menschen binnen so kurzer Zeit eine Impfung bekommen. Und: Noch nie ist so breit über Risiken einer Impfung diskutiert worden. Also ist es auch kein Wunder, wenn überdurchschnittlich viele Menschen gesundheitliche Probleme auf ihre Immunisierung zurückführen. Offen ist hingegen, wie oft sich dieser Zusammenhang tatsächlich belegen lässt.

Aber das wird „Querdenker“ nicht weiter interessieren – weil für sie jeder abgelehnte Antrag nur ein weiterer Beweis für eine groß angelegte Vertuschung sein wird.

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