Rheinland-Pfalz CDU will in mehr Jahren Pfingstferien

Die CDU im Mainzer Landtag schlägt vor, in den Jahren 2019 und 2020 zusätzliche Winterferien einzuführen und von 2021 bis 2024 zusätzliche Pfingstferien. Dafür soll jeweils eine Woche der Herbstferien wegfallen. Das sieht ein gestern in Mainz vorgelegter Alternativplan zu den Vorschlägen der Landesregierung vor.
Hintergrund ist die Diskussion um kleine Ferien, die das zweite Schulhalbjahr noch einmal unterbrechen sollen. Dieser grundsätzliche Wunsch von Eltern war das Resultat einer Umfrage des Landeselternbeirats. Die CDU war mit einer eigenen Erhebung ebenfalls zu dem Ergebnis gekommen. Das Mainzer Bildungsministerium hatte am Wochenende erstmals kleine Ferien angekündigt. In den Schuljahren, in denen der Abstand zwischen Ostern und dem Beginn der Sommerferien sehr groß sei, sollen Pfingstferien eingeführt werden. Dies ist laut Ministerium in den Jahren 2021 und 2023 der Fall. Dafür sollen die Herbstferien jeweils um eine Woche gekürzt werden. Geprüft wird ferner, ob es bei einer großen Zeitspanne zwischen Weihnachten und Ostern Winterferien geben soll. Dafür käme das Jahr 2019 in Frage. Gestern erläuterte Bildungsministerin Vera Reiß (SPD) den Vorschlag im Bildungsausschuss des Landtages. Eine abschließende Entscheidung wird für das Frühjahr erwartet. Laut CDU liegen bei ihren Vorschlägen jeweils sechs Unterrichtswochen zwischen den Ferien. Die bildungspolitische Sprecherin Bettina Dickes sagte, langfristig strebe die CDU generell die Einführung von Pfingstferien an. Dazu bedürfe es aber Änderungen beim rollierenden System der Sommerferien. Dies kann nur auf Ebene der Kultusministerkonferenz erreicht werden. (kad)