Tarifkonflikt im privaten Busgewerbe
Busfahrer drohen: Eine Woche Streik
Nach Gewerkschaftsangaben haben sich zum Wochenbeginn rund 2300 Beschäftigte des privaten Busverkehrs in Rheinland-Pfalz an dem erneuten Warnstreik beteiligt. In der Pfalz seien die Überland- und Schülerverkehre unter anderem in den Regionen Zweibrücken, Kaiserslautern, Kandel (Kreis Germersheim) und Speyer betroffen gewesen, sagte Gewerkschaftssekretär Marko Bärschneider am Dienstag auf Anfrage.
Gewerkschaft spricht von Blockadehaltung
Bärschneider wirft der Vereinigung der Arbeitgeberverbände Verkehrsgewerbe (VAV) Rheinland-Pfalz eine „Blockadehaltung“ vor: Die VAV lehne Tarifverhandlungen ab. Verdi fordert unter anderem, dass die Unternehmen ihren Mitarbeitern auch jene Zeiten vergüten, in denen sie auf ihre nächsten Fahrten warten.
Von der VAV-Zentrale in Kaiserslautern war dazu am Dienstag keine Stellungnahme zu erhalten. Nach RHEINPFALZ-Informationen soll die Vereinigung darauf verweisen, dass die Unternehmen immer noch nicht den vom Land Rheinland-Pfalz zugesagten Ausgleich für die Tariferhöhungen im vergangenen Sommer erhalten hätten. Verdi-Gewerkschaftssekretär Bärschneider erklärte dazu auf Anfrage, dass das rheinland-pfälzische Verkehrsministerium Anfang Mai ein Finanzierungsangebot vorgelegt habe. Demnach würden sich Land und Kommunen die Mehrkosten teilen. Dies bestätigte am Dienstag eine Ministeriumssprecherin in Mainz auf Anfrage.
Seit Wochen kommt es immer wieder zu Warnstreiks
Bereits seit Wochen kommt es wegen des Tarifkonflikts immer wieder zu Warnstreiks. Davon betroffen sind neben Berufspendlern auch zahlreiche Schüler. Wegen der Corona-Pandemie hat die Gewerkschaft die Fahrer aufgefordert, auf Demonstrationen vor ihren Betrieben zu verzichten und stattdessen einfach zuhause zu bleiben.