Rheinland-Pfalz Bei Blitzen liegt Kreis Birkenfeld vorne

RHEINPFALZ-Leser Patrick Heringer gelang im vergangenen August dieses eindrucksvolle Foto eines nächtlichen Gewitters über seine
RHEINPFALZ-Leser Patrick Heringer gelang im vergangenen August dieses eindrucksvolle Foto eines nächtlichen Gewitters über seiner südwestpfälzischen Heimatgemeinde Hermersberg.

«BIRKENFELD/MANNHEIM.»Im rheinland-pfälzischen Landkreis Birkenfeld gingen im vergangenen Jahr besonders viele Blitze nieder: Pro Quadratkilometer wurden dort 3,5 Einschläge registriert, wie der Blitz-Informationsdienst von Siemens gestern mitteilte. Der fast 776 Quadratkilometer große Landkreis rangiert damit im bundesweiten Vergleich auf dem fünften Platz.

Direkt hinter dem Kreis Birkenfeld folgt die Stadt Mannheim mit 3,3 Erdblitzen pro Quadratkilometer. In der Pfalz liegen bei den Kreisen die Südliche Weinstraße mit 2,7 und bei den Städten Pirmasens mit 2,6 Einschlägen vorne. Zum Vergleich: Im Jahr 2018 betrug der Durchschnittswert für ganz Deutschland 1,3 Blitzeinschläge pro Quadratkilometer. Mit 2,1 Einschlägen landet Rheinland-Pfalz im Bundesländer-Vergleich auf Platz 2 – hinter dem Saarland mit 2,4 Blitzen pro Quadratkilometer. Den Blitzinformationsdienst (Blids) der Firma Siemens zählt Wetterdienste, Versicherungen, Industrieunternehmen sowie Betreiber von Stromnetzen und (Sport-)Anlagen zu seinen Kunden. „Blids hilft festzustellen, ob ein Blitzeinschlag einen Schaden oder Ausfall verursacht hat“, sagt Blids-Chef Stephan Thern. Blitze sind der Grund für viele Schäden an elektrischen Geräten. Für Verbraucher bedeute der Nachweis eine Kostenersparnis, da Blitzeinschläge in der Regel versichert seien. „Auch im Jahr 2018 verzeichneten wir relativ wenige Gewitter“, so Thern. „Der Jahrhundertsommer letztes Jahr war zu warm, die Wetterlagen waren sehr stabil und die Gewitterfronten fielen nicht so ausgeprägt aus.“ Bundesweiter Spitzenreiter sei Schweinfurt gewesen. Blitzreichster Tag sei der 1. Juni 2018 mit gemessenen 34.785 Einschlägen gewesen. Betroffen waren laut Thern insbesondere die Bundesländer Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Blids nutzt 160 Messstationen in Europa. Dank der präzisen Messtechnik können die Sensoren im Abstand von 350 Kilometern aufgestellt werden. Bis auf 50 Meter genau kann laut Thern ermittelt werden, wo gerade ein Blitz eingeschlagen ist.

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