Rheinland-Pfalz an rhein und saar: Missbrauchsverdacht: Ermittlungen abgelehnt

. Im Zusammenhang mit den Missbrauchsverdachtsfällen am Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS) in Homburg wird die Generalstaatsanwaltschaft Saarbrücken nicht gegen eine Staatsanwältin ermitteln: „Mangels Anfangsverdachts“, begründete die Behörde gestern ihre Entscheidung. Vorausgegangen war eine Anzeige der Opferanwältin Claudia Willger gegen eine Staatsanwältin, die früher gegen einen unter Verdacht stehenden Assistenzarzt am UKS ermittelt hatte. Diese Ermittlungen waren mit dem Tod des Arztes im Sommer 2016 eingestellt worden. Opferanwältin Willger wirft der Staatsanwaltschaft unter anderem vor, damals zu langsam ermittelt zu haben und so mitschuldig zu sein an der Traumatisierung unter anderem eines Kindes, das der Arzt in der Kinder- und Jugendpsychiatrie des Uniklinikums sexuell missbraucht haben soll. Ob die Staatsanwaltschaft gegen drei Mitarbeiter des UKS ermitteln wird, ist noch nicht entschieden. Im Verfahren 05 Js 413/19 werde noch „umfangreiches Aktenmaterial“ ausgewertet.