Tiere
Die wunderbare Welt der Panzerwelse

In nahezu jedem südamerikanischen Bach scheint eine andere Panzerwelsart zu schwimmen. Denn wie ließe sich sonst die hohe Artenvielfalt der Gattung Corydoras erklären? Etwa 150 Arten sind wissenschaftlich beschrieben. Dazu gesellen sich gut 330 Arten, die noch auf ihre wissenschaftliche Beschreibung warten und in der Aquaristik aktuell unter C- oder CW-Nummern „segeln“. Hinzu kommt, dass in manchen Gewässern außer einer häufigen Rundschnäuzerart auch noch Lang- oder Sattelschnäuzerarten, die alle die gleiche Farbe aufweisen und sich lediglich durch Schnauzenform, Körpergröße und geringere Anzahl unterscheiden, aufgefunden werden.
Vom zwergenhaften Sichelfleck-Panzerwels (Corydoras hastatus) mit 2,5 Zentimetern Körperlänge bis zum Riesen-Panzerwels (Corydoras robustus) mit bis zu elf Zentimetern sind alle Größen vertreten. Meist werden in Aquarien Rundschnäuzer in der Standardgröße von etwa fünf Zentimetern gehalten. Trotz ihres martialischen Namens, der sich auf die Panzerplatten ihres Körpers bezieht, handelt es sich bei Panzerwelsen um Fische, die sich gegenüber anderen Fischarten äußerst friedlich verhalten. Untereinander jedoch können die Männchen von Lang- und Sattelschnäuzern heftige Revierkämpfe ausfechten. Neu im Hobby sind der mit feuerroten Flossen und Körperteilen versehene Corydoras hephaestus und der zebraartig gestreifte Corydoras CW111, dessen Männchen eine hohe segelartige Rückenflosse bekommen.
