GAMES Die World-of-Warcraft-Erweiterung Shadowlands entführt die Spieler ins Jenseits

Nicht alle Umgebungen in den Schattenlanden sind so freundlich und lichtdurchflutet wie die Ebenen von Bastion.
Nicht alle Umgebungen in den Schattenlanden sind so freundlich und lichtdurchflutet wie die Ebenen von Bastion.

Was haben wir seit 2005 nicht schon für Abenteuer in der „World of Warcraft“ erlebt? Untote Könige vom Thron gestoßen, riesige Drachen bekämpft und immer wieder die jeweils gegnerische Fraktion (Horde oder Allianz) angegriffen. In der aktuellen Erweiterung des Online-Rollenspiel-Dauerbrenners geht’s in die namensgebenden „Shadowlands“, ins Jenseits.

In den Schattenlanden treffen üblicherweise die Seelen aller verstorbenen Lebewesen des Fantasy-Reichs Azeroth ein, die – je nachdem, wie sie sich zu Lebzeiten verhalten haben –, einem von vier Pakten zugewiesen werden. Die Spieler dürfen sich selbst einen Pakt aussuchen. Kämpfer landen beispielsweise bei den Nekrolords, die Stärke ehren und sich in Arenen beweisen. Dazu gibt’s die engelhaften Kyrianer, vampirähnlichen Venthyr und die tier- und waldfreundlichen Nachtfae. Eine Hand voll aus der Warcraft-Geschichte bekannte Helden tauchen ebenfalls wieder auf.

Passend zu jedem Pakt gibt’s in den Schattenlanden neue Spielumgebungen. In beige-blauen Gefilden mit lauschigen Seen und im Wind wogenden Gräsern fühlen sich die Kyrianer wohl, während die Venthyr in ausladenden Schlössern den Schutz der Dunkelheit suchen und höchstens mit Sonnenschirm bewaffnet die dicken Mauern hinter sich lassen. Alle Gebiete – sogar der triste Schlund, in dem die Seelen von Tunichtguten und Bösewichtern malträtiert werden – sind den Grafikdesignern bei Blizzard Entertainment gelungen, überall gibt es kleine Details zu entdecken. Allein das Erkunden macht schon großen Spaß. Wer zum ersten Mal die Schattenlande mit seinem Spielcharakter betritt, bereist die neuen Gebiete um die Hauptstadt Oribos in einer bestimmten Reihenfolge – so wird die Hintergrundgeschichte wie in einem klassischen Rollenspiel erzählt. Der Spieler erfährt nach und nach mehr über das Schattenreich und deckt am Ende eine stattliche Verschwörung auf. In den kommenden Monaten wird die Geschichte in größeren Updates fortgesetzt.

Als neue Mechanik ist der Turm Torghast ins Spiel gekommen, dessen Flügel und Korridore zufallsgeneriert sind. Eine Reihe von Spezialfähigkeiten, die nur im Turm benutzt werden können, macht jede Runde dort spannend. Wenn man über die recht eintönige Gestaltung hinweg blickt.

Am meisten Spaß macht das Online-Rollenspiel gemeinsam mit Freunden oder der Familie – ob beim täglichen Lösen sogenannter Weltquests oder bei Kämpfen in Verliesen.

Info

Verlag: Blizzard Entertainment

Freigabe: Ab 12 Jahren

Wertung: 8,5 von 10 Punkten