Meinung RHEINPFALZ Plus Artikel Zwei Jahre Cannabis-Legalisierung: Licht und Schatten

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Die Cannabis-Teillegalisierung hat nach zwei Jahren nicht alle ihrer Ziele erreicht. Es gibt durchaus Punkte, an denen noch gearbeitet werden muss.

Seit zwei Jahren dürfen Erwachsene in Deutschland unter bestimmten Bedingungen Cannabis erwerben und konsumieren. Eine Zwischenbilanz zeigt: Deutlich mehr Konsumenten gibt es durch die Legalisierung nicht – gerade unter Jugendlichen ist die Anzahl der Konsumenten sogar eher rückläufig. Auch der Schwarzmarkt verliert laut den Forschern an Bedeutung. Also Ziel erreicht? Nicht ganz.

Eine Hoffnung an die Legalisierung war, dass die Suchthilfe gestärkt würde. Das Gegenteil scheint der Fall zu sein: Mit der Legalisierung fehlt die Handhabe, damit Konsumenten solche Angebote in Anspruch nehmen – und einen neuen Weg, besonders Jugendliche zu erreichen, gibt es noch nicht. Auch bei der Abgrenzung zwischen medizinischem und Konsum-Cannabis gibt es Lücken zu schließen.

Und was ist eigentlich aus den Cannabis Clubs geworden? Die Anbaugemeinschaften sollten eigentlich der Weg sein, wie Cannabis legal, kontrolliert und verantwortungsvoll an die Konsumenten kommen sollte. Vielerorts kommen sie allerdings nicht aus den Startlöchern – was auch daran liegt, dass sie nicht öffentlich auf ihre Aktivitäten aufmerksam machen dürfen.

Ein „vollkommener Rohrkrepierer“ wie Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) das Legalisierungsgesetz bezeichnet, ist es noch lange nicht. Damit es zu einer Erfolgsgeschichte wird, ist trotzdem noch Arbeit nötig.

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